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das alte Sachsenland zwischen Weser und Elbe nannte, unter derFührung Christians IV., Herzogs von Holstein und Königs vonDänemark, zur Abwehr. Auch Mansfeld und Braunschweigrückten von Holland her wieder mit Soldaten herbei, die sie mit eng-lischem, holländischem und französischem Gelde geworben hatten.Diesem drohenden Sturme gegenüber schien das Heer der Liga zuschwach, und dem Kaiser, einem sorglosen Verschwender, gebrach es wiegewöhnlich an Geld zu den nötigen Rüstungen. Da half ihm ein böh-mischer Edelmann, Albrecht von Waldstein, gewöhnlich Wallen-stein genannt, aus der Verlegenheit. Dieser hatte im Gegensatz zuseinen Landsleuten im böhmischen Aufstande zu Ferdinand II. ge-halten, ihm als Reiterführer wichtige Dienste geleistet, dafür die Würdeeines FürstenvonFriedland erhalten und sich ein ungeheuresVermögen erworben, indem er die eingezogenen Güter seiner Stan-desgenossen um Schleuderpreise an sich brachte und sie obendrein nochmit falschem Gelde bezahlte. Jetzt machte er dem Kaiser das Aner-bieten, ihm eine große Armee zu schaffen, ohne daß er einen Pfennigdafür auszugeben brauche; sie sollte sich nämlich durch Raub und Plün-derung der Gegenden, wo sie gerade stand, selbst erhalten. Der Kaiserwilligte ein, Waldstein schlug seine Weideplätze auf, aus aller HerrenLänder strömten ihm beutegieriges Gesinde! zu, und er verstand es,in unglaublich kurzer Zeit aus dieser zusammengelaufenen Masse einschlagfertiges Heer zu bilden. Im Laufe des Krieges schwoll diesefüchterliche Räuberhorde, der sich ein ungeheurer Troß von Weibernund Kindern anschloß, immer mächtiger an. Kinder zu spießen, BauernNasen, Ohren und Beine abzuschneiden, Dörfer in Brand zu stecken,war für die Wallensteinischen eine Belustigung. Dem Doppelheereder Liga und des Kaisers hielten die Protestanten nicht stand. Wald-stein schlug den Mansfeld bei derD e ss auerbrücke an der Elbe, Tillyden Dänenkönig bei Lütter amBarenbergeam Nordfuße desHarzes (1626), worauf ihn Waldstein bis nach Jütland verfolgte undauf seine Inseln jagte. Jetzt war ganz Deutschland den erbarmungs-losen Kriegern preisgegeben. Allerorten wurden zahllose Prote-stanten von Haus und Hof getrieben und ihre Güter konfisziert, umdie kaiserlichen Offiziere damit zu bezahlen. Um sich der Ostseehäfen