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vonSachsen, den er persönlich haßte, und zur Wahl eines anderenzu zwingen suchte. Während dieser Zeit erholte sich Peter von seinerNiederlage und riß die schwedischen Ostseeländer an sich. So sicherfühlte er sich seiner Sache, daß er mitten im Kriege in dem erobertenGebiete eine neue Hauptstadt am Meere anzulegen beschloß (1703).Er wählte dazu das sumpfige Delta der Newa; aus dem ganzen Reichewurden Arbeiter herbeigeschleppt, von denen viele Tausende demHunger und der Sumpfluft erlagen, und in unglaublich kurzer Zeitstand die neue Stadt da, die er St. Petersburg nannte und dadurchbevölkerte, daß er 100,000 seiner Untertanen, Adligen, Kaufleutenund Handwerkern aus Moskau, Archangel und anderen Städten,befahl, dahin zu ziehen. — Als Karl XII. nach sieben Jahren in Polenseinen Zweck erreicht und durch einen Einfall in Sachsen August sogargezwungen hatte, dem neuen Polenkönig zu gratulieren, wandte ersich endlich gegen Peter. Unaufhaltsam rückte er durch die unwegsamenSümpfe und Wälder Rußlands vor, Wunder der Tapferkeit und Aus-dauer verrichtend. Aber vor Smolensk ließ er sich dem Rate seinererfahrensten Generäle zuwider durch den Kosakenhäuptling Mazeppaverleiten, statt direkt auf Moskau vorzurücken, einen Umweg gen Südendurch die Ukraine zu machen, wo sich ihm, nach Mazeppas Versiche-rung, die mit Peter unzufriedenen Kosaken anschließen würden. DerZug ging durch Moräste, wo alle Wagen und Kanonen stecken blieben,durch Wüsteneien ohne alle Lebensmittel, und als Karl endlich in derUkraine stand, erhoben sich die Kosaken nicht. Wohl aber erschien derZar mit gewaltiger Uebermacht und vernichtete 1709 bei P u l t a w adas zusammengeschmolzene, erschöpfte schwedische Heer. Mit genauerNot entkam Karl in die Türkei und setzte sich in den Kopf, an derSpitze eines türkischen Heeres in Moskau einzuziehen. Wirklich er-klärten die Osmanen auf seinen Antrieb Peter den Krieg. Dieser,ein schlechter Feldherr, ließ sich von ihnen am Pruth umzingeln undwäre verloren gewesen, wenn er nicht auf den Rat seiner GemahlinKatharina den Großwesir bestochen und durch die Rückgabe Asowsden Frieden erkauft hätte. Karl gab deswegen seine Hoffnung nichtauf und belästigte die Türken jahrelang, so daß sie ihn zuletzt mit Gewaltaus ihrem Reiche fortbringen wollten. Mit seinen wenigen Begleitern