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Auszug aus der alten, mittleren und neueren Geschichte / Karl Julius Ploetz ; neu bearbeitet von Friedrich Kähler
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Mythische Zeit.

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§ 1. Mythische Zeit.

Der Name Griechen ist deutsche Umformung des von denomern gebrauchten Namens GraecT). Sie selbst nannten sich

dienen. Die gesamte von ihnen verdrängte Urbevölkerung ihres^des ^zeichneten sie als Pelasger. (Letztere, sicher in Thessalien>4 tpras nachgewiesen, scheinen auch über Thrakien, Lenrnos,nka, usw. verbreitet gewesen zu sein. Vielleicht waren sie stamm-verwandt mit den anderen zurückgedrängten vorindogermanischen lammen, z. B. den Lelegerh, Rarern (in Klein-Asien und auf denMein), Lj/kern und Lydern sowie den ebenfalls von Norden her7 j u Dande in Italien eiugewanderten Etruskern.) Alte Heiligtümerpelasgisciren Zeus waren zu Dodöna in Kpirus und auf dem~? r § e Lykaios in Arkadien. Der Name Hellenen bei Homer noch. t Gesamtname des Volkes ( Danaer , Ächäer, Panachäer, Ar-Die später gewöhnliche Ansicht unterschied vier Haupt-des hellenischen Volkes: Äoler, Achäer, lonier, Dorier.in.Merkwürdige Überreste aus der hellenischen Vorzeit sind seit,. durch die von Sohliemann und seinen Nachfolgern zuerst infu °J a ( Hi *arlik), wo neun Trümmerschichten übereinander ge-_ 11 ' vui 'den, dann in Amyklä, Mybenä, Orchomenos, Tirynsdp ^'^alteten Ausgrabungen zu Tage gekommen. Man fand inum F ntcrbau <en weit ausgedehnter, von kyklopischen Mauern"igebener Königspaläste und in wohl erhaltenen Schacht- undPl^dfiräbern vielerlei Waffen, eine erstaunliche Menge Gold-j ^uck, Wandmalereien, bemalte Tongefäße und anderes.Schatz-C ^° S ^ treus> Löwentor in Mykenä.- Weitere Grabungen' ® 11 Inseln, namentlich Cypern, Rhodos, Thera, Kreta (Königs -

dem 8 * 6 ^ e i Knossos und Phaisfos), haben gezeigt, daß eine be-Mp tenc * e vorgriechische Kultur die Küsten und Inseln des Ägäischeninf °l" eS Ulr daßte und unter orientalischem Einfluß, hauptsächlichhöh ^ der regen Handelsbeziehungen mit den Phönikern, sichp. e * und höher entwickelte., Ägyptische, babylonische, syrischenis 'I lr ^ uri gen deutlich erkennbar. Die Zeit dieser kretisch-myke-c «eji Kultur, deren bedeutsamster Mittelpunkt Kreta war (KönigHo k* 18001200 v. Chr. Eine jüngere Zeit schildern diekfj meri *chen Gedichte. Von altevs her viele kleine Staaten unterden^A^ 80 ^ 1011 Königen, aber kein grausamer Despotismus wie bei^klav Patriarchalisches Königtum; milde Behandlung der

der ^E^fON. Die den arischen Völkern gemeinsame Verehrungy paturkräfte bildet sich bei den «Griechen frühzeitig um zurel 'nmg persönlich gedachter Götter. Aus dem Chaos sollen

y,, J ) Diese Bezeichnung wahrscheinlich herzuleiten von demJ der Graer in Böotien, das bei der Gründung der KolonieRuh 6 ^P umae ) in Campanien durch Auswanderer aus Cbalkis aufoa beteiligt, gewesen zu sein scheint. Vgl. Thuoyd. II. 23