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den, und der später durch die Zensoren aus den Beamtenvom Ouästor aufwärts ergänzt wurde, behielt die Rechte,die er unter den Königen erlangt hatte, vor allen:
1. Vorberatung der Gesetze, 2. Oberaufsicht über dieFinanzen und 3. Genehmigung oder Ablehnung der in derVolksversammlung gefaßten Beschlüsse. Er bildete sich nachund nach zur eigentlichen Regierungsbehörde aus. DieVolksversammlung (Centuriatkomitien) wählte die Beamten,entschied über Krieg und Frieden und hatte das Rechtder Gesetzgebung. Die Republik hatte sowohl im Innern,als nach außen schwere Kämpfe zu bestehen. Diese sind durchdie Sage sehr ausgeschmückt worden.
2. Tarquinius Super bus versuchte auf jeglicheWeise, seine Herrschaft inRom wiederherzustellen. Er schickteGesandte nach Rom, die sein Vermögen zurückfordern, ins-geheim aber durch Geld und Versprechungen eine Verschwörungzu seinen Gunsten zustande bringen sollten. Es gelang ihnendies auch namentlich unter den vornehmen Jünglingen, denendie neue, strenge Zucht gegen das frühere ungebundene Lebenam königlichen Hofe mißfiel. Unter den Verschworenen be-fanden sich auch die Söhne des Brutu s. Die Verschwörungwurde aber entdeckt.
Die Konsuln ließen die Verschwörer ergreifen und vorihren Richterstuhl führen. Hier sprach Brutus vor demversammelten Volke über seine Söhne und die übrigen Ver-schworenen als Verräter des Vaterlandes nach dem Gesetze dieTodesstrafe aus.
3. Tarquinius Superbus soll auch den KönigPorsena von Klüsium in Etrurien zum Kriege gegenRom angereizt haben. Dieser schlug die Römer und würdein die Stadt eingedrungen sein, wenn nicht Horatius Coclesdie Tiberbrücke so lange verteidigt hätte, bis sie hinter ihmabgebrochen war. Darauf stürzte er sich in voller Rüstung indie Fluten der Tiber und entkam glücklich zu den Seinen. Alsnun Rom von Porsena belagert wurde und dort eine großeHungersnot entstand, wollte Mucius seine Vaterstadt durchSelbstaufopferung retten. Er ging verkleidet in das LagerderEtrusker, um ihren König zu töten. Aus Irrtum abererstach er dessen Schreiber, wurde ergriffen und zum Todeverurteilt. Ruhig streckte er seine Rechte, um seine Todes-verachtung zu zeigen, in die Flamme eines nahen Feuers.Der König bewunderte seinen Mut und schenkte ihm Lebenund Freiheit. Mucius aber erhielt den ehrenvollen BeinamenScäv 6 la, d. i. Linkhand.