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der Krone verlustig erklärt, die Wilhelm von Oranienübertragen wurde. Die Rechte und Freiheiten des englischenVolkes wurden in einem besonderen Gesetze genau be-stimmt und von Wilhelm III. anerkannt. So war derProtestantismus gesichert und England eine be-schränkte Macht geworden. Seitdem erhob sich Eng-land zu wachsendem Wohlstand im Innern und zu einerhervorragenden Machtstellung nach außen.
———- 8. Auf Wilhelm III., den tatkräftigsten
I<I-1 Gegner Ludwigs XIV., folgte 1702 seine Schwä-HausHannover gxM Anna, die zweite protestantische Tochterlischei/Thröii. Jakobs II. Nach dem Tode dieser Königin, der
- letzten regierenden Stuart, kam 1714 mit dem
Kurfürsten Georg I. von Hannover das mit den Stuartsverwandte welfische Hans Hannover auf den englischenThron.
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Ludwig XIV.
1. In Frankreich begründete unter dem schwachen Lud-wig XIII. (1610—1643) der tatkräftige Kardinal Riche-lieu die u n u m s ch r ä n k t e K ö n i g s g e w a l t. Er brach dieMacht des übermütigen Adels, berief die Reichsstände nicht einund nahm den Hugenotten die ihnen im Edikt von Nanteseingeräumten Sicherheitsplätze. (La Rochelle). Er förderteHandel und Industrie und verstärkte das Heer und die Flotte.In der auswärtigen Politik bekämpfte er mit Erfolg die Machtder Habsburger in Spanien und Österreich.
2. Im gleichen Sinne leitete Kardinal Mazarin währendder Minderjährigkeit Ludwigs XIV. (1643—1715) die Ge-schäfte des Landes. In einem Aufstande des Adels blieb erSieger. Im Westfälischen Frieden erntete Frankreich dieFrüchte der äußeren Politik Richelieus. Wenn es Mazarinauch nicht gelang, nach dem Tode Ferdinands III. seinemKönige die Kaiserkrone zu verschaffen — es wurde Leo-pold I. (1658—1705) gewählt —, so schloß er doch 1658 miteinigen deutschen Fürsten den Rheinbund und stärkte da-durch Frankreichs Einfluß in Deutschland. Nach seinem Tode(1661) übernahm der König selbst die Regierung.
3. Ludwig XIV. war ein begabter, willensstarker, aberauch prachtliebender und ehrgeiziger Herrscher, der dem Landeviel Glanz und Macht verschaffte, aber auch durch die Art undWeise, wie er herrschte, den Grund zum inneren Verderben