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Heerführer, wie Prinz Eugen von Savoyen, der Sohneines französischen Generals, der aber in die Dienste des Kai-sers getreten war, der Markgraf L n d w i g v o n B a d e n undder Engländer Marlborough. Die Franzosen wurdenwiederholt in blutigen Schlachten geschlagen, so von Eugenund M a r l b o r o u g h bei H ö ch stä d t * (1704), von Euge nund dem alten Dessauer mit seinen tapferen Branden-burgern bei Turin (1706), von Eugen und Marlbo-rough bei Oudenarde (1708) und bei Malplaquet(1709). Nur in Spanien, wo die beiden Thronbewerberkämpften, nahm der wechselvolle Krieg schließlich für Frank-reich eine günstige Wendung.
4. Die Niederlagen, sowie die stets wachsende Schulden-last nötigten Ludwig znm Nachgeben. Er wollte aus dasspanische Erbe verzichten, auch alle seit dein Westfälischen Frie-den erworbenen deutschen Gebiete an Deutschland zurückgeben.Aber die Forderung, seinen Enkel aus Spanien vertreiben zuhelfen, lehnte er ab, und so nahm der Krieg seinen Fortgang.Da traten zwei für ihn günstige Ereignisse ein.
6 . Joseph I., der von 1706—1711 Kaiser gewesen war, starbohne männliche Erben, und es folgte ihm sein Bruder Karl VI.(1711—1740), der Bewerber um den spanischen Thron- Dazukamen der Sturz der Kriegspartei in England und die Ab-berufung Marlborough s. England und — 7777 —Holland schlössen mit Ludwig XIV. 1713den Frieden zu Utrecht. Der Kaiser und
das Reich setzten den Krieg fort, bequemten __
sich aber schon im folgenden Jahre zu den Friedensschlüssen vonRastatt und Baden (in der Schweiz). Philipp V. be-kam Spanien mit den Kolonien, Österreich die spanischenNiederlande, Mailand, Neapel und Sardinien,für welches es bald von Savoyen Sizilien eintauschte. Sa-voyen erhielt die Insel Sizilien und die Königswürde.England erwarb nebst Anerkennung der protestantischenThronfolge des Hauses Hannover die wichtige Festung Gib-raltar, die es 1704 den Spaniern, und große Besitzungen inNordamerika, die es den Franzosen weggenommen hatte.Preußen empfing die Anerkennung der Königswürde unddas Oberquartier von Geldern (links vom Rhein). Der Kur-f ü r st von Bayern, der wegen seiner Verbindung mit
* H ö ch st ä d t an der Donau in Bayern, Oudenarde an derScheide, Malplaquet, Dorf im nördlichen Frankreich.
Beck-Viereck, Leitf. der Geschichte. 8l. Aufl. 12