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Helm I. von Preuße n und Hannover getreten waren,die meisten schwedischen Besitzungen diesseits der Ostseeeroberten. Einst widersetzte er sich sogar in seinem Hause zuBender (in Bessarabien) mit wenigen Leuten einer großentürkischen Schar.
9. Endlich kehrte Karl auf einem abenteuerlichen Rittdurch Ungarn und Deutschland nach Stralsund zurück.Doch konnte er trotz der größten Tapferkeit weder die Stadthalten, noch in den folgenden Jahren etwas gegen die Übermachtseiner Feinde ausrichten. Er begab sich nach Schweden zurückund wollte Norwegen erobern. Dort wurde er 1718 vorder von ihm belagerten Festung F r i e d r i ch s h a l l durcheinen Schuß getötet.
10. In den bald darauf erfolgenden Friedensschlüssen er-hielt Preußen Vorpommern bis zur Peene mit den InselnUsedom nnd Wollin, Hannover Bremen nnd Verben,Dänemark Gebiete in Schleswig, während August II.wieder als König von Polen anerkannt wurde. Rußlandbekam die Ostseeprovinzen: Livland, Esthland und Jngerman-land. Damit war Schweden aus seiner Großmachtstellungverdrängt und Rußland an seine Stelle getreten.
3. Das Zeitalter Iriedrichs des Kroßen.
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Brandenburg-Preußen bis auf den Großen Kurfürsten.
1. Die zwei ältesten Bestandteile des heutigen KönigreichsPreußen sind die Mark Brandenburg und das eigentlichePreußen.
2. Die Ausbreitung der deutschen Herrschaft und desChristentums über das von Slawen bewohnte ostelbischeGebiet hatten schon König Heinrich I. und Kaiser Otto I.der Große begonnen (s. 8 65). Aber dauernde Erfolgewurden erst erzielt, seitdem Kaiser Lothar von Sachsen1134 Albrecht dem Bären aus dem Haufe der Askanicr dieNord- später Altmark mit Stendal und Salzwedel verliehenhatte. Albrecht eroberte die Priegnitz, erbte das Havellandnnd nannte sich zuerst Markgraf von Brandenburg.Er siedelte deutsche Bauern an, gab deutschen Rittern Land zuLehen und veranlaßte deutsche Mönche, Klöster zu gründen. DieBistümer Havelberg nnd Brandenburg wurden wie-