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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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und wurde hierbei auf Veranlassung Napoleons III. vonEngland und Frankreich unterstützt. Denn diesen Mächtenerschien die ungeschmälerte Erhaltung des türkischen Reichesund seiner Selbständigkeit notwendig, damit das Gleichgewichtzwischen den europäischen Staaten nicht gestört werde.

3. Als daher ungeachtet des Widerspruchs der beiden

Westmächte ein russisches Heer die Donaufürstentümer Moldau-o» 1 . und Walachei besetzte, schlössen England und* Frankreich mit der Pforte ein Bündnis und

"es- schickten zu deren Verteidigung ihre Flotten undein Heer. Ihnen schloß sich das Königreich Sardinien an,während Österreich die von Rußland geräumten Donau-fürstentümer besetzte. Der Hauptkampf beschränkte sich baldauf die Halbinsel Krim. Hier landeten die Verbündeten imHerbst 1854 ein Heer. Sie siegten zwar mehrfach über dieRussen, aber die Belagerung der starken Seefestung Scbastopohder Stütze der russischen Macht im Schwarzen Meere, zogsich lange hin. Erst nach einer äußerst hartnäckigen, fast ein-jährigen Belagerung wurde sie genommen, nachdem die Fran-zosen den aufs tapferste verteidigten Malakoffturm nach blu-tigen Kämpfen erstürmt hatten (September 1855).

4. Kaiser Nikolaus I. war schon vorher aus dem Lebengeschieden. Sein Sohn und Nachfolger, Alexander II., schloßmit den verbündeten Mächten den Frieden zu Paris (1856).Das Schwarze Meer wurde für parteiloses Gebiet erklärt undwie die Donau dem Handel aller Völker freigegeben. DieErhaltung der Türkei wurde von den europäischen Mächtengewährleistet. Die Christen erhielten gleiche bürgerliche Rechtemit den Türken und wurden unter den gemeinsamen Schutzder Großmächte gestellt.

5. Seitdem war Kaiser Alexander II. bestrebt, durchzweckmäßige Verbesserungen die inneren Kräfte Rußlands zuheben. Die wichtigste unter diesen Maßregeln ist die Auf-hebung der Leibeigenschaft (1861). Dadurch wurdengegen 24 Millionen bisher leibeigene Bauern freie Leute.Alexander II. verbesserte die Verwaltung und das Unter-richtswesen und sorgte durch Anlegung von Eisenbahnen undTelegraphen für Handel und Verkehr.

6. Aufstände, welche auf der Balkanhalbinsel ausbrachen,veranlaßten Alexander ll. 1877 im Bunde mit Rumänien,das sich aus der Moldau und Walachei gebildet hatte, zumKriege gegen die Türkei. Die russischen Truppen erlittenwiederholt Niederlagen, namentlich vor dem von OsmanPascha aufs tapferste verteidigten Plewna. Nach dessenFall rückten aber die Russen vor Konstantinopel und erzwängen