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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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den harten Frieden von Sän Stefano. Doch wurde aufEnglands und Österreichs Veranlassung der Frieden auf demBerliner Kongreß (Juli 1878) wesentlich geändert. Noch ein-mal war es geglückt, der Eroberungslust Rußlands Schrankenzu setzen und den „kranken Mann" vor dem gänzlichen Unter-gänge zu bewahren.

7. Alexander II. konnte sich nicht entschließen, demWunsche der gebildeteren Bevölkerung nach einer Verfassungnachzugeben. Daher bildeten sich geheime Gesellschaften iNihi-listen), die auf gewaltsame Weise freiheitliche Einrichtungenerstrebten. 1881 fiel Alexander II. einem Mordanschlagezum Opfer. Ihm folgte sein Sohn Alexander III. 1894).Er herrschte völlig eigenmächtig und wollte von Verbesserungennichts wissen. Unter seiner Regierung hatten die Deutschenin den Ostseeprovinzen schwer zu leiden, indem ihnen gegenihr gutes Recht die deutsche Sprache und der protestantischeGlaube geraubt wurden. Die russische Eroberungspolitikwurde besonders auf Kosten Chinas fortgesetzt. Doch erlittRußland unter Nikolaus II. im Russisch-JapanischenKriege eine wesentliche Einbuße seiner Macht und seinesEinflusses im östlichen Asien.

L. Uationale Gircheitsbestrebunger» im ZeitalterWilhelms I

§ 126.

Die Einigung Italiens.

1. Das Streben der Jtalier, die ganze Halbinselnach Verdrängung jeder Fremdherrschaft zu einemeinheitlichen Gesamtstaat umzubilden, führte im Früh-jähr 1859 zu einem neuen Zusammenstoß mit Österreich.Denn als der König von Sardinien, Viktor Emanuel, dersich an die Spitze der Bewegung gestellt hatte, der Aufforde-rung der österreichischen Regierung zu entwaffnen nicht nach-kam, ließ diese im Frühjahr 1859 ein Heer in Piemont ein-rücken.

2. Die italische Sache wurde von dem hervorragendstenStaatsmanne Italiens, dem Grafen Cavour, mit großer Um-ficht und Tatkraft geleitet. Er hatte bereits in einer geheimenZusammenkunft die Teilnahme und Unterstützung Napo-leons III. gewonnen. Dieser eilte mit einem Heere zuHilfe, um Italien „frei bis zur Adria" zu machen. DieÖsterreicher kämpften zwar mit gewohnter Tapferkeit, aber