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Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte
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sich zu Pest feierlich zum Könige von Ungarn krönen (Juni1867). Ebenso erhielten die übrigen Staaten des österreichi-schen Kaiserstaates ihre besonderen Landtage und wurden zu-gleich durch eine gemeinsame Verfassung mit einem aus zweiKammern bestehenden Reichsrat zu einer Einheit verbunden.Seitdem besteht der österreichische Gesamtstaat aus zwei Reichs-hälften, der transleithanischen, nämlich Ungarn mitseinen Nebenländern Siebenbürgen und Kroatien, undder cisleithanischen, welche alle übrigen Länder Öster-reichs umfaßt. Gemeinsame Angelegenheiten der beiden Reichs-hälften (z. B. Heer, Zollwesen, Auswärtiges) beraten und be-schließen Abordnungen des österreichischen Reichsrats und desungarisches Reichstages.

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Der Deutsch-Französische Krieg 1870—1871.

s. Die Vorgeschichte des Krieges.

1. Die große Machterweiteruug Preußens und die Grün-dung des Norddeutschen Bundes erregten den Neid der Fron-zosen. Napoleon III. hatte der Eitelkeit seines Volkes durchkriegerische Erfolge und durch glänzende Unternehmungen ge-schmeichelt. Im Krimkriege und im italischen Kriege hattensich Frankreichs Heere mit Ruhm bedeckt. Aber das Unter-nehmen gegen Mexiko war vollständig mißlungen. Dazu kam,daß im Innern die Gegner der willkürlichen Kaiserherrschaftdie Regierung immer heftiger angriffen. Diesen Schwierig,keilen glaubte Napoleon nur durch einen Erfolg seiner aus-wärtigen Politik begegnen zu können.

2. Aber seine Forderung, die bayerische Pfalz und Rhein-hessen mit Mainz zu erhalten, war 1866 von Bismarck zurück-gewiesen worden. Darauf versuchte Napoleon, 1867 dasGroßherzogtum Luxemburg, das durch Personalunion mitdem Königreich der Niederlande verbunden war, durch Kaufzu gewinnen. Aber Bismarck widersprach, erklärte sich aberdamit einverstanden, daß die Luxemburger Frage einerKonferenz der Großmächte zur Entscheidung vorgelegt werde.Infolgedessen wurde die preußische Besatzung aus der FestungLuxemburg genommen, die Festungswerke geschleift und dasGroßherzogtum unter den Schutz der Großmächte gestellt.

3. Aber dieser nicht gerade große Erfolg befriedigte dieEitelkeit der Franzosen nicht. Immer lauter wurde der Ruf:„Rache für Sadowa!"* erhoben. Unter dem Drucke der öffent-

Ort bei Königgrtitz. nach dem die Franzosen die Schlacht nennen.