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der Flüsse in der Breite und wunderbaren Länge und über die Mengeder Städte an den Ufern der Flüsse, daß an einem Flusse gegen zwei-hundert Städte erbaut sind und marmorne Brücken von großer Breiteund Länge, welche allenthalben mit Säulen geziert sind. Dieses Landist wert, von den Lateinern aufgesucht zu werden, nicht allein, weilungeheure Schätze von Gold, Silber und Edelsteinen aller Art und vonGewürz, welches nie zu uns gebracht wird, von dort gewonnen werdenkönnen, sondern auch wegen der gelehrten Männer, Philosophen und er-fahrenen Astrologen, und um zu erfahren, mit welchem Geschick undGeist dieses so mächtige und große Land regiert wird und auch Kriegegeführt werden. Florenz, 25. Juni 1474.
B. Toscanelli an Kolumbus 1 2 , um 1480.
.... Ich lobe Eure Absicht, nach Westen zu fahren, und ich binüberzeugt, wie Ihr auf meiner Karte bereits gesehen habt, daß der Weg,den Ihr nehmen wollt, nicht so schwierig ist, wie man denkt. Im Gegen-teil, der Weg nach jenen Gegenden, die ich eingezeichnet habe, ist ganzsicher. Ihr würdet keine Bedenken haben, wenn Ihr, wie ich, mit vielenPersonen verkehrt hättet, die in jenen Ländern gewesen sind. Und seidgewiß, mächtige Könige anzutreffen, viele volkreiche wohlhabende Städteund Provinzen zu finden, welche an jeder Art von Edelsteinen Überflußhaben. Und es wird die Könige und Fürsten, welche in jenen entferntenLändern herrschen, hoch erfreuen, wenn man ihnen einen Weg bahnt,um mit den Christen in Verbindung zu treten und sich von ihnen in derkatholischen Religion und in allen Wissenschaften, die wir besitzen,unterrichten zu lassen. Deshalb und aus viel andern Gründen wundereich mich nicht, daß Ihr so viel Mut zeigt, wie auch die ganze portu-giesische Nationin welcher es immer Männer gegeben hat, die sichin allen Unternehmungen auszeichnen.
2. Aus dem Schiffstagebuch des Kolumbus,
8.-12. Oktober 1492.
Das Schiffstagebuch des Kolumbus ist im Original nicht mehr erhalten,wohl aber in einer gekürzten eigenhändigen Abschrift des Bischofs BartholomäusLas Casas (1474—1566). Einzelne Stellen, die in diesem Auszug wörtlich über-nommen worden sind, wurden im nachfolgenden Stücke als solche gekennzeichnet.Bearbeitet nach Navarrete, Coleccion de los viajes y descubrimientos, Bd. I,
1 Zur Charakteristik des Kolumbus dienen folgende seiner brieflichen Äuße-rungen: „Ich habe mit wissenschaftlichen Männern, Geistlichen und Weltlichen,Lateinern und Griechen, Juden und Mauren und vielen andern verkehrt. Dazugab mir der Herr den Geist der Erkenntnis. In der Schiffahrtskunde gab erreiche Fülle; von der Sternkunde gab er mir, was ich brauchte und auch vonder Geometrie und Arithmetik. In dieser Zeit habe ich alle Arten von Schriftenstudiert: Geschichtswerke, Chroniken, Philosophie und andere Wissenschaften“(Navarrete, II, 2. Auf!., S. 289. Nach Rüge, S. 235 f.).
2 Toscanelli hält Kolumbus wohl für einen Portugiesen.