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Und der soeben auf den schwachen PlankenVom Tod errettet ward aus Heeres Graun,
Das just ihn noch mit Sturm und Blitz umkrachte ?Ihm ist’s, als oh aus Träumen er erwachte.
Ja, nur durch schwere Drangsal und Beschwerden,Auf Wegen nur, die die Gefahr umblitzt,
Kann die Unsterblichkeit errungen werden,
Zeigt sich der Mensch, daß Hochsinn er besitzt;Nicht frommt es, daß an seiner Väter HerdenAuf alter Ahnen Stammbaum man sich stützt,
Und nicht, im goldnen Bett auf ZobeldeckenDie Glieder träg und vornehm auszustrecken. —
So waren sie denn endlich zu dem .Land,
Dem oft und heißersehnten, vorgedrungen,
Das sich dahinstreckt von des Indus StrandZum Ganges, der im Paradies entsprungen.
Auf, tapfres Volk! das stets im StahlgewandNach Sieg nur strebt, den heißer Kampf errungen:Schon landest. du, schon steht ein Reich dir offen,Wo du kannst Überfluß und Reichtum hoffen.
Euch meine ich, des Lusus wiirdge Kinder,
Die nur ein kleiner Teil ihr seid der Welt,
Nicht nur der Welt, im Schafstall auch nicht minderDes Hirten überm hohen Himmelszelt;
Euch, des unreinen Volkes Überwinder,
Die Drangsal nicht zurück, Gefahr nicht hält,Habgierig nie, nein, folgend treu den WegenDer Mutter, die im Himmel thront im Segen.
Euch Portugiesen, wenig zwar, doch ebenSo tapfer auch, die nimmer ihr verzagt;
Euch, die dahin ihr gabt viel tausend Leben,
Daß durch die Welt das Wort vom Kreuz ihr tragt;Euch hat des Himmels Ratschluß es gegeben,
Daß für den Glauben ihr das Größte wagt,
Ob ihr auch klein an Zahl für Christum streitet,
Der stark im Schwachen euch hat Ruhm bereitet.
5. Beschreibung der Stadt Mexiko, 1520.
Ferdinand Cor te z, Cartas de Relacion. Zweiter Bericht vom 30.Oktober1520 aus Segura de la frontera (Tepeaca), südöstlich von Mexiko. Nach derÜbersetzung' von C. W. Koppe und der kommentierten Ausgabe von ErnstSchuitze, Die Eroberung- von Mexiko. Drei eigenhändige Berichte von Ferdi-nand Cortez an Kaiser Karl V., 'S. 165 ff., 181 ff.