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allem Vergleich. Aber auch die Spanier töteten viele Eingeborene. Ebensowurden viele Spanier und Pferde getötet, und alles, was wir von Gold,Kleinodien, Geweben und vielen anderen Sachen mit uns führten, gingverloren, wie auch die ganze Artillerie. Nachdem ich nun die nochLebenden gesammelt hatte; warf ich sie nach vorne; ich aber mit dreioder vier Reitern und etwa zwanzig Fußsoldaten, die Mut genug hatten,bei mir zu bleiben, bildeten die Nachhut, stets mit den Indianernkämpfend, bis wir zur Stadt Tacuba 1 gelangten, die jenseits des Dammesliegt. Gott aber weiß, welche Arbeit und Gefahr ich dabei ausgestanden.Denn jedesmal, wenn ich gegen die Feinde Front gemacht hatte, kamich bespickt mit Pfeilen und langen Wurfspiessen und wie gesteinigtwieder heraus. Denn da wir zu beiden Seiten Wasser hatten, verwundetenuns die Feinde ohne Furcht aus ihren sicheren Stellungen. Die aber, dieetwa ans Land kamen, sprangen wieder ins Wasser, sobald wir unsgegen sie umkehrten, so daß sie nur sehr geringen Schaden erlitten, mitAusnahme derer, die im heftigen Gedränge zu Falle kamen und den Todfanden.
Mit solcher Arbeit und so großen Strapazen brachte ich meine ganzeMannschaft bis zu der Stadt Tacuba, ohne daß irgend einer von uns,weder Spanier noch Indianer, ferner getötet oder verwundet worden wäre,mit Ausnahme eines Reiters, der sich mit mir in der Nachhut befand.Aber auch bei der Vorhut und auf den Flanken wurde scharf gefochten;doch am heftigsten tobte der Kampf in unserem Rücken, wo die ganzeBevölkerung der Hauptstadt gegen uns kämpfte.
In der Stadt Tacuba fand ich mein ganzes Volk auf einem Platzezusammengeknäuelt, nicht wissend, wo aus und ein. Ich befahl, vorläufignur schleunigst auf das Feld zu rücken. Vor der Stadt, auf einem StückAckerland, verharrte ich, mit den Indianern kämpfend, bis meine ganzeMannschaft vorübergezogen war. Gott aber weiß, welche Arbeit undAnstrengung man hier erduldete. Denn unter den 24 Pferden, die unsüberhaupt noch übrig blieben, war keines mehr, welches hätte laufen,noch ein Reiter, der den Arm hätte aufheben können, noch ein unver-letzter, ganz dienstfähiger Fußsoldat. 2
7. Die erste Erdumseglung, 1519—1522.
Joao de Bar ros, Decadas, III, lib. 5, S. 639.
Antonio Pigafetta, Notizic del mondo nuovo (Tagebuch'), März 1521.
Übersetzt von Oscar Koelliker, Die erste Umseg-lung der Erde nachFernando de Magallanes und Juan Sebastian Del Cano, S. 118 ff., 126 f.
Der erstgenannte Autor, ein portugiesischer Gelehrter, berichtet nach demverloren gegangenen Tagebuch des Astrologen der Magallanschen Expedition,
‘Westlich von Mexiko. Der Rückzug nach Tlascala mußte auf Umwegenvor sich gehen.
2 Trotzdem schlug Cortez bald darauf bei Otumba ein großes feindlichesHeer, das ihn) den Rückzug in östlicher Richtung, nach Tlascala, abschneidenwollte.