Band 
Dritter Teil.
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Und als Cazalla von der Treppe des Schafotts herunterstieg, sagteer dort laut gewisse Dinge, die nicht alle hören konnten. Und nachPassieren des Bethauses Santa Cruz an der Puerta del Cämpo hielt manlänger als eine Viertelstunde, wo Cazalla dem Herrezuelo predigte, da-mit er sich bekehre, und er erreichte nichts. Und dort, dicht am Pfahle,als man den Cazalla hinaufheben wollte, begann er wieder, ihm zupredigen und ihn zu bitten, daß er nicht mehr in seiner bösen Ketzereibeharre. Und da Cazalla sah, daß er nichts erreichte, stieg er zu seinemPfahle hinauf, da man die übrigen schon erdrosselt hatte, und sagteWorte und machte Zeichen, aus denen man sah, daß er als Katholikstarb. Von allen vierzehn verbrannte man nur den Herrezuelo lebendig;denn alle übrigen bekehrten sich und baten um Gnade. Einige sagen,daß einer von den Gardisten, denen zu Fuß oder zu Pferde, ihm miteiner Halbarte oder Lanze eine große Wunde versetzte, da er sah, daßer so ohne jegliche Besserung der Bekehrung dastand.

45. Nach der Seeschlacht bei Lepanto, 7. Oktober 1571.

Zinkeisen, Geschichte des osmanischen Reiches in Europa, Bd. III,S. 457 ff. Briefwechsel zwischen Don Juan d’Austria und Sultan Selira II, kurznach der Schlacht bei Lepanto.

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A. Sultan Selim II. an Don Juan d!Austria.

Selim, Sohn des höchsten, unbesiegbarsten und ruhmreichsten Sulei-man, der dreizehnte Kaiser der Türken, der König der Könige, derBesieger der Länder, der Vernichter der Heerscharen, furchtbar zu Landund zu Wasser, an Juan d’Austria, den Heerführer von ausgezeichneterTapferkeit. Ich halte es nicht unter meiner Würde, ihm unter meinenhohen Gedanken einen Platz einzuräumen und ihn mit meinem goldenenSiegel zu besuchen, welches alle beglückt, die es zu Gesicht bekommen.Deine Tapferkeit, edelster Juan, dem es beschieden war, nach so langerZeit der einzige zu sein, welcher angefangen hat, dem souveränen, stetsglücklichen und erlauchten osmanischen Hause von seiten der ChristenSchaden zuzufügen, veranlaßt mich, obgleich ich beleidigt bin, Dir diebeifolgenden Geschenke 1 zu machen, die Du höher achten mußt, alsirgend ein Glück, welches Dir zuteil werden könnte. Denn sie kommenvon dem, welcher, obgleich er der größte aller Sterblichen ist, sich durchdiese seine Freigebigkeit mit Dir fast auf gleichen Fuß stellt, indemer Dich für würdig hält, von seiner Hoheit beachtet zu werden. LTnddies ist bis jetzt vielen leichter geworden, zu wünschen, als zu erlangen,Bitte Gott, daß er Dich vor unserm Zorn bewahre.

1 Sie bestanden in kostbarem Pelzwerk, Teppichen und Decken, Waffenund Reitzeug aller Art und anderen Dingen.

Flach u. Guggenbiikl, Quflllenbuch III 7