Band 
Dritter Teil.
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Dem Kaiser gib, was Kaisers ist,

Gib Gott, was Gott gehört,

So thustu wie ein rechter FürstUnd wirst der Bitt gewährt.

0 frommer Kaiser Ferdinand,

Nimm ihn zu Gnaden an,

Siehe nicht an sein Unverstand,

Es ist ein junger Mann,

Der nicht betrachtet hat vorhin 1Die schwere Last der Krön,

Die ihn itzund drücket sehr,

Er hätts sonst nicht gethon.

Der das Mitleiden mit ihm hat,

Der gönnt ihm alles Guts.

Derhalben so folge seinem Rat,

Behilf dich deines Huts 2 ;

Die Krön, dem sie gebühren thut,

Gib wider hin bei Zeit,

Sonst muht du ersticken in deim Blut,Und kämest um Land und Leut.

71. Schwedische Kriegsartikel, 1621.

J. Heilmann, Das Kriegswesen der Kaiserlichen und Schweden zurZeitdes dreißigjährigen Krieges, S. 222 ff. — Gekürzt.

Die 1621 von Gustav Adolf eigenhändig verfaßten Artikel galten, durchZusätze erweitert, auch für die schwedischen Heere im Dreißigjährigen Krieg.

*

1. Da Wir sehen, daß alle Unsere Wohlfahrt und Glückseligkeitausgeht von dem allmächtigen Gott, und daß es jedes Menschen Pflichtist, ihn zu fürchten und ihm zu dienen über alles, so machen Wir eshiermit allen und jeden, sie seien welche sie wollen, ausdrücklich zurPflicht, daß sie auf keine Weise gebrauchen irgend eine Art von Götzen-dienst, Hexerei oder Zauberei der Waffen, durch Teufels Bezauberung,auf welche Art und Weise es auch sein möge.

5. Damit Gottes Wort auf keine Weise vernachlässigt werde, so istUnser Wille, daß öffentliche Gebete jeden Tag, sowohl morgens alsabends, durch das ganze Land gehalten werden..Zu dem Ende soll vonUnserm General, und in seiner Abwesenheit von dem Feldmarschall 3 oder

1 zuvor.

a Sei zufrieden mit dem Kurhute.

3 Ursprünglich Befehlshaber der Reiterei, dann Stellvertreter des oberstenFeldherrn.