Band 
Dritter Teil.
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Es war lustig zuzulugen, wie die Pfaffen auff dem Schiff mit dem Cruze-fix waren, aber es mußte alles in den lufft, was auff dem Schiff wäre;aber Tourville wäre schon auff ein ander Schiff Und es gienge von einzu dem andern mit brand anstecken, dan das Meer hatte seinen ablauff.Wir wolten mit denen Schiffen fliehen, und die Engelländer und Holländerwarend alle zuring umb; wir köntend die großen Schiff nit entführen,dan die Segel warend abgeschosßen. Wie es nacht war, warend dieEngelländer und Holländer zwüschen dem Land und uns, daß wir unsereSchiff nit könten an das Land bringen, und wir köntend ihnen nit ent-weichen. Wie es aber morgen war, grieffen sie uns widerum an,und verbranten dem Tourville das 2. Schiff, und er entrunne in das3. Schiff und er steckte seinen Fahnen widerum auff und es brnnne anallen orthen, wo wir uns umsahen. Auff unßerer Gail een wäre ein Officier,der käme und hatte seinen Ermel an seinem Arm hin der den Ellenbogengebunden und einen Türckischen Sebel in siner Hand und sprach, erwolle uns lehren ruderen und nit der Schlacht zulugen. Und er sacheinen von seiner Religion, der außhinlugte zu der schiacht, und erhauwte ihm den rechten Arm ab mit dem Türckischen Sebel, und ernamme den blutigen am und schlüge uns darmit, und der Kerli starb,dan er hatte sich zu Tod geblutet. Zwei stund hernach käme er [derOffizier] an den Mastbaum, und hat ein Stuck speck in den Händenund fräße ihn da wie ein Hund; er wäre aber nit ungesegnet, dan eskäme eine Stuckkuglen, die nahm ihm den Kopf mit samt dem Speck.Auff den Galleen hatten wir vil Todtne und blessierte, und es wäre eingroß geschrey under uns, dan vil leüth von Schiffen in die Lüfft spran-gend. Es waren auch vil, [die] auf den Seglen, die abgeschoßen warend,und auff den Läden, die man ins Meer wurff, sich halten köntend; unddie Holländer und die Engelländer nammend die leuth wie die Hündauß dem Waßer und namend sie gefangen. Und in 2 mahl 24 Stundenhabend die Franzosen 18 große Schiff und 6000 Mann verlohren, dieEngelländer und Holländer haben 6 große Schiff verlohren, die sindundergangen mit sambt den Leüthen L Und die Franzosen sagten, dasWerend Calvinische Ketzer und sie schlugend uns und sagten, wylensie die anderen nit könten überkommen, so wolten sie uns brav geben,und sie machten uns ein blutigen rucken; aber ich gedachte, zu LaHogue were ihnen der verdiente lohn worden. Und die schiacht ist uberen,und was von uns iiberblieben wäre, wäre wie die Tauben, wan einsperwer under sie kombt.

93. Vom Hofe Ludwigs XIV., 1676-1709.

Briefe der Liselotte (Elisabeth Charlotte), Herzogin von Orleans,gebornen Prinzessin von der Pfalz. In neuer Orthographie heransgegeben vonC. Künzel.

' Hier denkt Maler offenbar an die letzte Phase der fünftägigen Schlacht,da der in die Bai von Saint Vast-La Hogue geflohene Teil des französischenGeschwaders von Contreadmiral Rooke vernichtet wurde.