Buch 
Lehrbuch für den Geschichtsunterricht an Mittelschulen : das Mittelalter / von W. Beuter
Seite
28
JPEG-Download
 

28

III. Islam und Christentum.

MohLmmed (MLHamed, MLHomet). 622 n. Chr.

Arabien ist etwa sechsmal so groß wie Frankreich,viermal so groß wie Deutschland,hat aber nur ein Viertel so viel Bewohner wie Deutschland.Im Innern heißer Wüstensand, selten eine Quelle oder grünesWeideland.

Die Bewohner der Wüste heißen Beduinen,sie führen ein wanderndes Hirtenleben vollEinfachheit und Mäßigkeit.

Ihr Reichtum besteht aus Pferden und Kamelen, ohne welchesie die Wüste gar nicht bewohnen könnten.

Der Südwesten ist sehr fruchtbar; an der Küste: Städte undDörfer, lebhafter Handel, Reichtum, Wohlleben.Weihrauch, Zuckerrohr, Kaffee.

Feigen, Datteln, Weizen.

Ihre Religion war Sterndienst.

Die Kaaba ist ein Tempel mit einem schwarzen, zwei Ellen hohenMeteorstein, in Silber eingefaßt, von den Küssen schonausgehöhlt. (Bild.)

Wallfahrten.

MohLmmedDer Vielgepriesene.

Sein Vater, armer Handelsmann, gestorben vor der Geburt desKindes.

Sieben Jahre alt, verlor MohLmmed seine Mutter.MohLmmed war nun ganz auf die Liebe seines Großvatersund seines Oheims angewiesen.

Sie waren beide unbemittelt.

Der Knabe mußte sein Brot selber verdienen,für andere Leute Schafe hüten,wuchs ohne Schulbildung auf,

trat später in den Dienst einer reichen Kaufmannswitwe, machtefür sie mehrere größere Reisen, und erwarb sich das Wohl-gefallen seiner Herrin, so daß sie sich mit ihm vermählte. Da-durch erlangte er ein sorgenloses, glückliches Leben. Dennochsah man ihn oft schwermütig einhergehen.

Ihn quälte die Frage: Was muß ich tun, um selig zu werden?Wie kann ich mein Volk glücklich machen?