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Mittelmeer-Staaten bis zum 4. Jhdt.
3. Die ßeHenen.
Staatenbildungen im mitfelmeergebief.
Im Orient früh Nationalstaaten und übernationale Erobererreiche mit despo-tischen Königen als irdischen Vertretern der Gottheit (Theokratie), starken Priester-schäften, keine Volksfreiheit und Rechtsgarantie, keine innere Entwicklung.
Im Mittelmeergebiet Gau-und Stadtstaaten; keine erblichen Gewalten vonDauer, keine Priesterherrschaft, allgemeine Wehrpflicht, daher Freiheit, Selbstbewußt-sein, Teilnahnie des Volkes an Staatsleben, Verwaltung und Rechtsprechung.
Entwicklung: erbliches Königtum (mykenische Zeit), Aristokratie, Demokratie.
Über das Lokale hinaus:
a) Kultische Zusammenschlüsse: Delphische Amphiktyonie, die ionischen, achäi-schen u. a. Städtebünde, der ältere latinische Bund im 6. Jhdt.
b) Größere politische Bildungen:
Zusammenwachsen der Landschaft Attika zum Staate Athen.
Sparta unterwirft vor 700 Messenien; um 550 Peloponnesischer Bund(Symmachie) unter Führung Spartas (ohne Argos und Achaia).
Seit 600 gewinnt Karthago ein ausgedehntes Gebiet in Nordafrika,Westsizilien, Sardinien, Südspanien. Große Handelsrepublik mit oligarchischerVerfaffung, Söldnerheeren, starker Flottenmacht, ähnlich Venedig.
Um 600 Ausbreitung der Etrusker bis Kampanien.
540 Zusammenstoß der Hellenen (Phokäer) mit Karthagern und Etruskernauf Korsika.
Perferkriege und innere Kämpfe.
Übergreifen der Perser nach Europa: 513, 492 Thrakien und Makedonienunterworfen. 500—493 Aufstand der ionischen Griechen, niedergeworfen.
490 erster persischer Angriff gegen Hellas, Sieg der Athener (Miltiades) betMarathon, Bürgeraufgebot gegen Berufskrieger.
480 zweiter Perserangriff: Thermopylen (Leonidas), Seesieg bei Salamis (Themi-stokles), 479 Landsieg bei Platää (Pausanias).
479 Die Griechen gehen zum Angriff gegen die Perser über, befreien die Inselnund thrakischen Städte. Führung hat bald Athen, das seit ThemistokleSFlottenmacht und starke Festung. Schlachten bei Mykale 479 und amEurymedon 466. Die Angriffskriege, auch nach Cypern und Ägypten aus-gedehnt, dauern mit Unterbrechungen bis 445.
477 Gründung eines Seebunds unter Athens Führung, Bundesgenossen s. 454wie Untertanen behandelt (Attisches Seereich). Athen wird größte See-und Kolonialmacht, herrliche Kulturentwicklung.
Im Westen wird Syrakus stärkste hellenische Macht in Kämpfen mitanderen Grtechenstädten und Karthagern — 480 Getöns Sieg über die Karthagerbei Himera —, besonders unter Dionysios I. (406—367).
459—445 Kriege der Peloponnesier und Böoter gegen Athen, deffen Übermachtbedrohlich.