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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
Entstehung
Seite
37
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Gold und Silber, an prächtigen Gewändern, an Sklavenund Sklavinnen fiel den Griechen in die Hände. Erstauntfragten sie sich, was so reiche Leute bewegen könne, dasarme Hellas zu überfallen. Her Tag von Platää vollendeteden Sieg von Salamis; jetzt stand kein Feind mehr aufhellenischem Boden.

6. Schlacht bei Mykale (479 v. dir.). — In-zwischen war die griechische Flotte unter dem Befehl desSpartanerkönigs Leotychidas und des AthenersXanthippus quer über das Meer nach Kleinasien ge-segelt, um die dortigen Griechen zur Freiheit aufzurufen.Hie Reste der bei Salamis geschlagenen Perserflotte soll-ten ihr entgegentreten. Aber die Perser hatten nicht denMut, den Kampf zur See aufzunehmen; sie zogen ihreSchiffe beim Vorgebirge Mykale auf das Ufer und stell-ten sie in den Schutz eines starken Landheeres, das sichdort befand. Allein die Griechen landeten ohne langesBesinnen, schlugen mit ungestümer Tapferkeit den Feindin die Flucht und steckten seine Schiffe in Brand, angeb-lich am gleichen Tage, da ihre Brüder den Sieg bei Platääerfochten. Hie nächste Folge der Schlacht bei Mykale war,daß auch die Griechen Kleinasiens das persische Jochabschüttelten und sich dem gemeinsamen Kampf gegenihre Bedränger anschlossen.

7. Verrat des P ausanias. — Nun sollte Pau-sanias, der Sieger von Platää, an der Spitze der helleni-schen Flotte die Befreiung aller griechischen Pflanzstädte■vollenden. Es gelang ihm, die wichtige Stadt Byzanzam Bosporus, das spätere Konstantinopel, den Persernzu entreißen. Aber der Ehrgeiz verleitete diesen Spar-tanei zum Verrat an seinem Vaterlande; er trat in ge-heime Unterhandlungen mit Xerxes, in der Absicht, sichzum Herrn von ganz Griechenland unter persischer Ober-hoheit zu machen. Als sein Verrat ruchbar wurde, wolltendie Griechen auf der Flotte nichts mehr von ihm wissenund baten den Admiral der Athener, den von jedermannhochgeachteten Aristides, den Oberbefehl zu über-