nehmen. Pausanias wurde nach Hause gerufen, und als dieSpartaner an seiner Schuld nicht mehr zweifeln konnten,befahlen sie seine Verhaftung. Er floh in einen Tempel.13a die Heiligkeit des Ortes nicht gestattete, ihn daselbstzu greifen, wurde er eingemauert, so daß er verhungerte.
8. Ende des Tliemistokles. — Leider gelang esden Spartanern, in den Untergang des Verräters auch denThemistokles zu verwickeln. Kein Name war nachder Schlacht bei Salamis gefeierter, als der des großenAtheners, in dem jedermann den Retter von Hellas be-wunderte. Als die Griechen zum erstenmal wieder seitihrer Bedrängnis ihr Nationalfest zu Olympia begingen,da zogen nicht die Wettkämpfer die Augen aller auf sich,wie sonst, sondern Themistokles, der bei den Spielen an-wesend war. Selbst die Spartaner erwiesen ihm Ehren,wie nie zuvor einem Fremden; sie beschenkten ihn miteinem Kranz von Ölzweigen und einem kostbaren Wagen.Die Kriegsführung überließ Themistokles jetzt dem Ari-stides und Xanthippus; er selbst leitete den Wiederaufbauder zerstörten Vaterstadt. Nach seinem Rate legten dieAthener die Ringmauer viel weiter und gewaltiger an,als sie vordem gewesen. Aber nun traten ihnen die Spar-taner, die anfingen, auf ihren Ruhm eifersüchtig zu wer-den, hemmend in den Weg. Unter dem Vorwand, eine sogroße Festung könnte einem in Griechenland einbrechen-den Feind Schutz gewähren, verboten sie ihnen den Weiter-bau der Mauer. Da ließ sich Themistokles als Gesandternach Sparta schicken; unterdessen arbeitete nach seinerAnweisung alles, was Hände hatte, an der Befestigung.Als dies den Spartanern gemeldet wurde, leugnete Themi-stokles alles mit dreister Stirn und riet ihnen, sie möchtensich selbst durch eine Gesandtschaft an Ort und Stellevon der Unwahrheit des Gerüchtes überzeugen. Sie tatenalso, und die Athener hielten nach Verabredung die Ge-sandten als Geiseln für die Sicherheit des Themistokleszurück. Endlich, als er vernahm, daß die Mauern hochgenug seien, um einem Angriff Trotz zu bieten, so erklärte