42
Angelegenheiten des Staates zu besprechen, auf weithin-schauenden Felsgipfeln oder auch in der feierlichen Ein-samkeit schattiger Haine erhoben sich ihre prächtigenMarmortempel, die mit ihrem reichen Schmuck an schön-geformten Säulen und kunstvollem Bildwerk noch heuteals Vorbilder einer edlen, erhabenen Bauweise gelten.Beides, die Bildhauerkunst und die Baukunst der Grie-chen, erreichte ihren Höhepunkt in den Prachtgebäuden,womit Perikies als Vorsteher der öffentlichen Bautenseine Vaterstadt schmückte. Er fand dafür in dem ihm he-
Akropolis in Athen.
1,111 nl'iiplii&tf
u J#,
r *lV-5
•-* V'
■
freundeten Bildhauer Phidias, dem größten Künstlerdes Altertums, einen unvergleichlichen Werkmeister. Un-ter dessen Leitung wurde die Felshöhe Akropolis ineine erhabene Götterburg umgewandelt. Auf breiten Mar-morstufen stieg man zu einem stolzen, weitschimmerndenSäulentore mit fünf Durchgängen empor. Drohen auf derHöhe fiel das Auge zunächst auf ein mehr als zwanzigMeter hohes riesenhaftes Erzbild der Pallas Athene, derSchutzherrin der Stadl. Die im Sonnenschein blitzendeLanzenspitze und der wallende Helmbusch der Göttinwaren das erste Wahrzeichen, das den Schiffern draußenim Meere die Nähe Athens verkündete. Dann gelaugteman zu dem großen Heiligtum der Göttin, dem P a r t h e-niiii, d. i. Tempel der Jungfrau. Wie die meisten Tempel
S>A-,