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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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nur gegen die Urheber des Frevels, sondern überhauptgegen alle Religionsspötter einzuschreiten. Auch Alki-biades wurde als solcher von seinen Feinden angeklagtund sollte sich nun vor Gericht verantworten. Er war zustolz, um sich zu stellen. Als er hierauf abwesend zumTode verurteilt wurde, rief er voll wilder Rachgier aus:„Ich will den Athenern zeigen, daß ich noch lebe!“ undging nach Sparta. Hier fand er guten Empfang und wurdevon nun an der böse Geist seiner Vaterstadt. Er bewog dieSpartaner, den Krieg wieder aufzunehmen und dem be-drängten Syrakus Hilfe zu schicken. Die Athener aberverfolgte bei ihrem Unternehmen gegen Sizilien ein eigenerUnstern. Nach einer langen fruchtlosen Belagerung er-413 v. Ohr. litten sie vor Syrakus eine furchtbare Niederlage, in wel-cher ihre ganze Flotie mitsamt dem Heere den Untergangfand.

3. Athens Fall (404 v. Chr.). — Jetzt brach dasUnglück Schlag auf Schlag über Athen herein. Die Spar-taner erneuerten ihre Einfälle in Attika und erbauten aufAlkibiades’ Rat mitten in demselben eine Burg, von deraus sie Stadt und Land beständig beunruhigten. Dannfuhr Alkibiades von einer athenischen Bundesstadt zuranderen und bewog die meisten zum Abfall. Auch brachteer ein Bündnis Spartas mit den Persern zustande, welcheihre Freude an der Zwietracht der Griechen hatten. Sokonnten die Spartaner mit persischem Geld eine großeFlotte erbauen, mit welcher sie den Athenern auch aufdem Meere entgegentraton. Noch einmal schien indesdiesen das Glück zu lächeln. Alkibiades geriet mit einemKönige von Sparta in bittere Feindschaft und flüchtetedeshalb nach Kleinasien, wo er nun die Perser zugunstenseiner Vaterstadt umzustimmen suchte. Als die Athenerdas vernahmen, hoben sie das Urteil gegen ihn auf undstellten ihn sogar wieder an die Spitze ihrer Flotte. Alki-biades rechtfertigte dies Vertrauen, indem er die Spar-taner in mehreren Seeschlachten besiegte. Aber dloAthener waren seit den schweren Sehicksalsschlägen, die