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den Gesetzesvorschlägen derselben ja oder nein sagte. Imübrigen überließ es die Regierung vertrauensvoll dem„Rat der Ältesten“, dem Senate, in welchen alle die-jenigen auf Lebenszeit eintraten, welche Konsuln gewesenwaren oder andere hohe Ämter in Ehren bekleidet hatten.
So war der Senat eine Versammlung von in Amt undEhren ergrauten Bürgern, die den römischen Staat Jahr-hunderte hindurch mit fester, kluger Hand leitete unddadurch nicht wenig zu seiner Größe beitrug.
16. Rom erobert Italien.
1. Decius Mus (295 v. Chr.). — Seit die Römer insich einig geworden waren, entfalteten sie eine gewaltigeKraft nach außen. Patrizier und Plebejer, Arme undReiche wetteiferten miteinander an Tapferkeit und Vater-landsliebe. Bauernsöhne, die sich durch Rechtschaffen-heit und Begabung auszeichneten, stiegen neben den vor-nehmen Adligen zu den höchsten Würden des Staates em-por und erwiesen sich den Besten unter den Patriziernals ebenbürtig. So begann für Rom ein Heldenzeitalterohnegleichen, in welchem es alle Stämme Italiens unterseiner Herrschaft vereinigte. Den härtesten Widerstandleisteten ihm dabei die Samniten, ein tapferes, frei-heitsliebendes Bergvolk, das östlich von den Latinern imInnern der Halbinsel saß. Schon hatten die Römer gegendiese zwei langwierige Kriege siegreich zu Ende geführt,da erhoben sie sich zum drittenmal und mit ihnen fastalle Stämme im mittleren Italien. So furchtbar war dieMacht der verbündeten Feinde, daß Roms Dasein aufdem Spiele stand. Daher raffte es sich zu den höchstenAnstrengungen auf. Wer irgend Waffen tragen konnte,mußte zum Heere. Mit diesem zogen die beiden Konsuln,der Patrizier F a h i u s und der Plebejer Decius Mus,beides erprobte Feldherren, den vereinten Massen derFeinde entgegen. Bei Sentinum, einer Stadt am Ost-abhang des Apenninengehirges, kam es zur Entscheidungs- 295 v. Chr