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ersteren nieder und heftete sich mittelst eines eisernenStachels darin fest. Dann drangen die römischen Sol-daten auf das feindliche Schiff hinüber, wo nun, wie ineiner Landschlacht, ein Handgemenge entstand, in demdie Karthager ihren Gegnern nicht ^wachsen waren. Soerlitten diese eine furchtbare Niederlage. Fast die Hälfteihrer Fahrzeuge wurde genommen oder versenkt, und derRest konnte nur durch Flucht dem gleichen Schicksalentgehen. Mit einem Schlage waren die Römer zu Herrendes Meeres geworden. Sie wagten sogar, in Afrika zulanden, um Karthago selber zu erobern. Die Untertanender Stadt machten mit ihnen gemeinsame Sache, und derrömische Feldherr war so siegesgewiß, daß er die Hälfteseiner Soldaten in die Heimat entließ. Allein die Näheder Gefahr erfüllte die Karthager mit verzweifeltemMute. Ihr Gold lockte Söldner in Menge herbei, und esgelang ihnen, das römische Heer in Afrika gänzlich zuvernichten. So zog sich der Krieg mit wechselndemGlücke jahrzehntelang hin, bis die Karthager von neuemin einer großen Seeschlacht kläglich unterlagen. Jetztmußten sie froh sein, daß ihnen Rom gegen die Abtretungvon Sizilien und Bezahlung einer Kriegsentschädigung 241 v. Ohrvon 3200 Talenten (20 Millionen Franken) einstweilen denFrieden gewährte.
^ 3. Die ersten Provinzen. — „In Sizilien“, sagt
Cicero, „lernten die Römer zuerst, wie süß es sei, überfremde Länder zu regieren.“ Sie machten daraus ihreerste „Provin z“, wie sie die Untertanenlande nannten,die ihnen fortan zufielen. Die Provinzen wurden weitstärker geknechtet, als die Bundesgenossen in Italien.Römische Landvögte schalteten und walteten über sienach Willkür, und harte Steuern lasteten auf ihnen. Baldnach der Eroberung Siziliens gewannen die Römer zweineue Provinzen. Sie nahmen den Karthagern mitten imFrieden die große Insel Sardinien weg, ohne daß jenein ihrer Schwäche es zu hindern vermochten. Dann er-oberten sie im Norden diePoebene mit der Hauptstadt