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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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lieh der Plan des großen Puniers in Erfüllung zu gehen.Die römische Eidgenossenschaft fing an zu wanken; eineganze Anzahl von Städten in Süditalien und auf Sizilienfielen zu ihm ab.

7. Umschwung des Kriegsglücks. — Abernie zeigte sich Rom größer, als im Unglück. Als derüberlebende Konsul, ein Volksschmeichler, der durch seineUnfähigkeit die Niederlage hauptsächlich verschuldethatte, nach Hause geflohen kam, ging ihm der Senat ent-gegen und dankte ihm, daß er an der Rettung des Vater-landes nicht verzweifelt habe. Der hochgesinnte Ratwollte damit zeigen, daß jetzt keine Zeit sei, einander mitVorwürfen zu überhäufen. Mit Entschlossenheit traf erdie Vorkehrungen zum äußersten Kampfe; ein karthagi-scher Friedensunterhändler wurde nicht einmal in dieStadt gelassen. Alle Kräfte wurden angespannt und fortannur die bewährtesten Führer an die Spitze der Truppengestellt. Im offenen Felde gegen den schrecklichen Punierzu kämpfen, wagte man nicht mehr; aber Stadt um Stadtwollte man gegen ihn verteidigen und so seine Kräfte all-mählich aufreiben und erschöpfen. Noch immer konnteRom, da ganz Mittelitalien und ein großer Teil Südita-liens treu zu ihm hielten, 200,000 Mann aufbringen, undHannibal sah wohl ein, daß seine Macht nicht ausreichte,die zähen Feinde endgültig zu überwinden. Dringendbat er daher in Karthago um Verstärkungen; aber seinezahlreichen Gegner im Rate und Volk sagten, wofern erwirklich Sieger sei, brauche er ja keine, und hintertriebenjede tatkräftige Unterstützung. Da setzte er seine Hoff-nung auf Makedonien, dessen König mit ihm einBündnis schloß und versprach, mit Heeresmacht in Italienzu landen. Aber auch dieser ließ es bei leeren Wortenbewenden. So kam der Krieg in Italien ins Stocken. DieRömer fingen an, die abgefallenen Städte zurückzuerobern,ohne daß Hannibal diese mit seinem zusammengeschmol-zenen Heere zu schützen vermochte. Endlich führte ihmsein Bruder Hasdrubal ein großes Hilfsheer aus Spa-