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nien herbei. Glücklich kam dieser über die Alpen; aberalle seine Boten wurden von den Römern abgefangen, sodaß Hannibal ohne jede Kunde von ihm blieb. Ehe Has-• drubal dem Bruder die Hand reichen konnte, sah er sichin Oberitalien angegriffen und wurde nach tapferer Gegen-wehr geschlagen und getötet. Eines Tages schleudertendie Römer den Vorposten Hannibals ein blutiges Men-schenhaupt zu. Dieser erkannte den Kopf seines Bruders,von dessen Los er auf diese Weise die erste Nachrichterhielt. „Nun erkenne ich Karthagos Geschick,“ rief erschmerzerfüllt aus. Doch behauptete er sich noch jahre-lang im Süden Italiens.
8. S c h 1 a clit bei Za m a (202). — Die Römer hatteninzwischen den P u b 1 i u s S c i p i o, einen jungen, aberhochbegabten Feldherrn, nach Spanien geschickt. Mitleichter Mühe eroberte dieser das durch Hasdrubals Ab-zug entblößte karthagische Reich auf der Halbinsel. Dannsetzte Scipio mit einem großen Heere nach Afrika über,um Karthago das Schicksal zu bereiten, das HannibalRom zugedacht hatte. Jetzt mußte dieser Italien, das ervor 16 Jahren betreten und in einem Siegeslauf sonder-gleichen von einem Ende zum anderen durchzogen hatte,verlassen, um die geliebte Vaterstadt zu retten. Bei20*2v.Clir. Zarna, einer Stadt in der Nähe Karthago,s, stellte er sichdem Scipio entgegen. Auch hier bewährte sich Hannibalals ausgezeichneter Feldherr, aber das Glück entschiedgegen ihn. In seinem Heere war nur noch ein kleinesHäuflein jener Tapferen übrig, die er nach Italien geführthatte, und 80 Elefanten, auf die er vornehmlich gerechnethatten, ließen sich durch das Schlachtgetöse der Römerderart erschrecken, daß sie sich gegen die eigenen Leutewandten. So wurde Hannibal geschlagen und riet jetzt201 v. Ohr. selber zum Frieden, so hart er auch war. Karthagomußte Spanien und alles, was es außerhalb Afrikas besaß,abtreten, seine ganze Flotte ausliefern, eine ungeheureKriegsentschädigung bezahlen und versprechen, ohne Er-laubnis der Römer keinen Krieg mehr zu beginnen. Da-