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völlig geschlagen und flüchtete nach Ägypten. Als ihmCäsar auch dorthin nacheilte, brachte man ihm zu seinemEntsetzen den Kopf des Unglücklichen entgegen. Derägyptische Hof hatte den Pompejus meuchlings umbringenlassen, um sich dein neuen Gebieter gefällig zu erweisen.Noch setzten diejenigen Römer, die ihr Haupt unterkeinen Tyrannen beugen wollten, den Kampf in der Pro-vinz Afrika fort, geschart um den hochsinnigen Cato,der ein Urenkel des alten Cato und ihm an Sittenstrengeähnlich war, ein echter Republikaner, wie Rom damalsnur noch wenige zählte. Aber das Heer der Republikanerwurde von Cäsar in blutigem Gemetzel vernichtet, undCato, der den Untergang des Freistaates nicht überlebenwollte, stieß sich seihst das Schwert in die Brust. Noche inmal erhoben die tapferen Söhne des Pompejus in Spa-nien die Fahne des Widerstandes, aber auch sie erlagennach hartem Kampfe dem Unbesieglichen. Mit der Repu-blik war es zu Ende; das Römerreich hatte einen Mo-narchen.
6. C ä s a r s T o d (44 v. dir.). — Cäsar wies zwar denKönigstitel, den ihm seine Anhänger anboten, zurück,weil derselbe zu verhaßt war; dafür nannte er sich I m-perator, d. i. Oberbefehlshaber, und erschien wie einKönig im Purpurgewand, saß auf vergoldetem Throne,ließ sein Bildnis auf den römischen Münzen schlagen undseine Statue neben denjenigen der alten sieben Königeaufstellen. Alle Herrschergewalt vereinigte er in seinerPerson. Zum Schein anerkannte er allerdings das Volkals höhere Macht über sich, indem er seine monarchischeVerfassung von der Volksversammlung bestätigen ließ.Allein die hauptstädtische Menge, welche diese Volksver-sammlung füllte, war nur noch eine feile Masse. Cäsarhielt sie durch prachtvolle Spiele und Festmähler heiSuter Laune und ließ Korn, öl und Geld unter sie aus-teilen. Dafür konnte er von ihr haben, was er wollte.Auch den Senat ließ er bestehen, aber er füllte ihn mitseinen Anhängern und erniedrigte ihn zum bloßen Werk-