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Griechisch. Reich und sicher floß ihm die Rede vomMunde. Obschon das Lateinische noch immer die all-gemeine Schriftsprache war, so widmete er doch seinerMuttersprache, dem Deutschen, besondere Aufmerksam-keit. Er versuchte selber eine deutsche Grammatik ab-zufassen, gab den Monaten und Winden deutsche Namenund ließ die alten Heldenlieder, die im Munde des Volkeslebten, sammeln und anfzeichnen.
7. Karls Ende (814 n. Chr.). — Der Ruhm desgroßen Herrschers drang seihst in weite Ferne. DerKaiser von Konstantinopel anerkannte ihn als Mitkaiser,und der Herr des Morgenlandes, der Chalif H a r u u a 1Raschid, der zu Bagdad am Tigris in märchenhafterPracht Hof hielt, sandte ihm einen Elefanten nebst an-dern Geschenken nach Aachen. Karl erwiderte die Auf-merksamkeit, indem er schöne Pferde und Jagdhundenach Bagdad schickte. So von nah und fern geehrt und
N14 gefürchtet, starb er im 72. Lebensjahre zu Aachen undwurde in dem von ihm daselbst erbauten Dome beigesetzt.
8. Teilung des Reiches durch den Ver-trag z u V e r d u n (843 n. Chr.). Ende der Karolin-ger. — Karls Nachfolger waren ihm sehr unähnlich. SeinSohn, Ludwig der Fromme, besaß mehr die Tugen-den eines Mönches, als die eines Herrschers. Schon beiseinen Lebzeiten stritten sich seine Söhne um das künf-tige Erbe und führten blutige Bürgerkriege unter sich undgegen den unglücklichen Vater, bis diesem der Gram dasHerz brach. Als den unnatürlichen Brüdern niemandmehr in den Kampf folgen Avollte, schlossen sie endlich
S43 zu Verdun einen Vertrag miteinander, durch den siedas Reich unter sich teilten. Der jüngste, Karl derK a h 1 e, erhielt W e s t f r a nke n, der mittlere, L u d w i gder Deutsche, Ostfranken, d. li. den Reichsteilöstlich vom Rhein, und der älteste, Lothar, Mittel-f r a n k e n mit den Hauptstädten Rom und Aachen nebstder Kaiserwürde. Damit war das Reich Karls des Großen
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