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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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die Einheit der Kirche wieder hergestellt werden. Indiesem Sinne wurde in Rom ein ständiges Inquisi-tion sge rieht nach spanischem Muster eingesetzt, dasalsbald durch ganz Italien die furchtbarste Verfolgunggegen alle anhob, die freieren Ansichten huldigten.

2. Stiftung des Jesuitenordens durchIgnaz Loyola ( 1540 ). -- Mit der Inquisition vereinigtesich die erfolgreiche Wirksamkeit neuer Orden, unterdenen die „Gesellschaft Jes u“ den ersten Rangeinnahm. Ignaz Loyola, ein ehemaliger spanischerOffizier, in dessen Seele sich glühende Frömmigkeit undberechnende Weltklugheit in eigentümlicher Weise misch-ien, rief dieselbe im Jahre 1540 mit Erlaubnis des Papstes 1540ins Leben und gab ihr gleichsam die Einrichtung einesKriegsheeres. An der Spitze stand ein General und dieganze Gesellschaft war in Rangstufen gegliedert, minderGehorsam jedes Mitgliedes gegen seine Obern und desganzen Ordens gegen den Papst war das vornehmste Ge-setz. Dagegen waren die Jesuiten von allen mönchischenÄußerlichkeiten befreit. Denn nicht dazu hatte Loyolaseinen Orden bestimmt-, sich hinter Klostermauern vonder Welt abzuschließen, sondern auf sie zu wirken, mitallen Mitteln und auf allen Punkten die Ketzerei zu be-kämpfen. Der Orden entfaltete alsbald eine ungemeineTätigkeit. Die Jesuiten erkannten, daß die Protestantenihre Erfolge großenteils ihrer bessern Bildung verdankten.

Um ihnen diesen Vorsprung abzulaufen, Hieben sie emsiggelehrte Studien und gründeten zahlreiche Schulen. Dasie sich um die Verbesserung der Unterrichtsweisen Avirk-liche Verdienste erAvarben, galten ihre Schulen bald alsdie besten, und sie bekamen die Erziehung der katholi-schen Jugend, zumal der A’ornelimen, ganz in ihre Hand.

Die schlauesten und geAvandtesten fanden als Beichtväterund Prinzenerzieher an den Höfen Zutritt und geAvannendadurch dem Orden unermeßlichen Einfluß auf die Re-gierungen. Hohen Ruhm eiuvarben sich die Jesuiten auchals kühne, unerschrockene Heidenbekehrer in fremden