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Allgemeine Geschichte für Sekundar-, Real- und Mittelschulen / Wilhelm Oechsli
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lang zugleich in Belgien, Deutschland, Italien, Spanienund auf dem Meere wütete. Diesmal wurde Ludwigs Hoch-mut gründlich gedemiitigt. Die Verbündeten erfochtenunter zwei gleich tüchtigen Führern, dem österreichischenFeldherrn Prinz Eugen und dem Engländer Marl-borough (Malböro), Sieg auf Sieg über die Franzosen.Dennoch erlangte Ludwig XIV. beim Friedensschluß,dank der Uneinigkeit, die unter seinen Gegnern ausbrach,daß sein Enkel König von Spanien wurde. Doch kamenBelgien und die Lombardei an Österreich unddie Insel Sardinien an den Herzog von Savoyen, dersich seitdem König von Sardinien nannte. E n g-1 a n d gewann den Felsen von Gibraltar, durch dessenBesitz es den Eingang zum Mittelmeer beherrschte. Baldnach der Beendigung dieses Krieges starb Ludwig XIV. 1715Er hatte dem Hause der Bourbonen ein neues Reich ge-wonnen und Frankreich um ansehnliche Provinzen ver-größert. Dafür war der Staat rettungslos verschuldet,Seemacht, Handel, Industrie dahin, das Land an manchenOrten verödet und das französische Volk in einem Elende,das aller Beschreibung spottet. Auf dem Todbette sagteer selber zu seinem Urenkel, der sein Nachfolger wurde:„Suche mit deinem Nachbar in Frieden zu leben. Ichhabe den Krieg zu sehr geliebt; ahme mir darin nichtnach, so wenig als in meinem großen Aufwand. Linderedie Leiden desi Volkes und tue, was ich unglücklicher-weise nicht selbst habe tun können!“

§ 47. Die englische Revolution.

1. Karl I. als Despot (1625—40). — Im Laufe des17. Jahrhunderts warfen sich nach dem Vorbild der fran-zösischen Könige fast alle Fürsten Europas zu absolutenMonarchen auf. Nur in einem großem Reiche gelangtensie nicht ans Ziel, in England. Die Könige aus demHause Stuart, das mit dem Tod Elisabeths auf denenglischen Thron gekommen war, ließen es zwar am guten lüO.'i

Öeehsli, Allgemeine Geschichte.

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