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mut und Tapferkeit, wohl aber an Einheit, an kräftigemZusammenwirken. Jede Kolonie rüstete in erster Liniefür ihre eigene Verteidigung. Der Kongreß konnte be->- schließen, was ihm gut schien; aber vom Gutdünken der
Behörden der 13 Staaten hing es ab, ob man seinen Be-schlüssen nachkommen wolle oder nicht. So kam es, daßWashington einmal nur noch 3000 schlechtgekleidete undschlechtgenährte Soldaten hatte. Um so bewunderungs-würdiger ist es, was der große Mann unter solchen Um-ständen geleistet hat. Wiederholt brachte er den an Zahlweit überlegenen, mit allem Nötigen wohl versehenen eng-lischen Truppen empfindliche Niederlagen hei. Und wenner auch zuweilen der feindlichen Übermacht weichenmußte, kein Mißgeschick vermochte seinen Mut zu er-schüttern. Immer stand er wieder drohend vor dem Feinde.
8. LafayetteundFranklin. Friedezu Ver-sailles (1873). — Der Unabhängigkeitskampf der Ame-rikaner erweckte in der freiheitsdürstenden alten Welt* allgemeine Teilnahme und Begeisterung. Wie lauschten
die Völker Europas dem Evangelium von den unveräußer-lichen Menschenrechten, das die in allen Zeitungen ge-druckte Unabhängigkeitserklärung verkündete! Männer,wie Kosciusko, eilten über den Ozean, um für dieFreiheit zu kämpfen. Nirgends aber war die Erhebungder Amerikaner mit größerer Freude begrüßt worden,als in Frankreich, wo sich zu der Freiheitsbegeiste-rung noch vom letzten Kriege her der frische Haß gegenEngland gesellte. Zahlreiche französische Offiziere er-schienen in Amerika und boten dem Kongreß ihre Dienstean. So auch der kaum zwanzigjährige Marquis von L a-f a y e 11 e, der einer der vornehmsten AdelsfamilienFrankreichs angehörte. Drüben gewann sich der Jüng-, ling, den der Kongreß sofort zum General ernannte, durch
sein liebenswürdiges, hochherziges Wesen und seineTüchtigkeit im Felde die innige'Zuneigung Washingtonsund aller Amerikaner. Der Kongreß wollte die günstigeStimmung der Franzosen benutzen und sandte den greisen