römischen Millionen samt dem heimischen StaatsschatzBonapartes Kassen gefüllt hatten, segelte er mit seiner
1798 Armee auf einer großen Flotte von Toulon ab. Glücklichlangte er in Alexandrien an und zermalmte angesichtsder P y r amiden das Reiterheer der M a m e 1 u k e n,einer Kriegerkaste, die unter türkischer OberhoheitÄgypten beherrschte. Aber eine Woche später vernichteteder britische Admiral Nelson in der Hai von A b u k i rBonapartes ganze Flotte, womit seinem Heere jede Mög-lichkeit einer Rückkehr oder einer Verstärkung vonHause abgeschnitten war. Da ihn jetzt Türken und Eng-länder vereint aucn von der Landseite, von Syrien her,mit einem Angriff bedrohten, kam er ihnen zuvor unddrang durch Palästina bis A k r e. Aber an dieser Festebrach sich sein Siegeslauf. Als er sie umsonst achtmalhatte bestürmen lassen, mußte er mit seinem durch Kampfund Pest gelichteten Heere nach dem Niltal zurück underkannte jetzt, daß die Unternehmung verloren war. Nach-dem er daher den Oberbefehl in Ägypten dem tapferuStraßburger Kleber übergeben, segelte er auf einer Fre-gatte mitten durch die englischen Kreuzer nach Frank-
1799 reich zurück, wo seinem Ehrgeiz ein günstigerer Schau-platz winkte.
3. Zweiter Revolutions k r i e g. St a a t s -streich Napoleons (9. November 1799). — Nicht zu-frieden damit, daß Frankreich seine Grenzen bis au denRhein ausgedehnt hatte, hielten die französischen Macht-haber auch Holland, die Schweiz, Genua, dieLombardei und den Kirchenstaat als „verbün-dete“ Republiken 1 ) fortwährend mit ihren Truppen be-setzt und legten bei jeder Gelegenheit einen empörendenÜbermut gegen das Ausland an den Tag. Sobald daherder gefürchtete Bonaparte mit seiner tapferu Armee im
] ) Wie die Schweiz in eine ,,helvetische“ Republik umgetauft wordenwar, so Holland in eine „batavische“, Genua in eine ligurisohe“ und dieLombardei in eine „zisalpinisclie“ Republik, Namen, die dem Altertumentlehnt waren. **