Franzosen auf, Mexiko zu räumen, gemäß ihrem von1323 einem frühem Präsidenten Monroe aufgestelltenGrundsatz, keinerlei Einmischung europäi-scher Mächte in Amerika zu dulde n. Napo-leon III. zog die Schmach des Rückzuges einem Kriegmit der in voller Rüstung dastehenden Union vor. Mitder Entfernung der französischen Truppen brach dasmexikanische Kaiserreich zusammen, und der unglück-1867 liehe Maximilian wurde von den siegreichen Republi-kanern erschossen. Eine weitere Minderung seines An-sehens erlitt Napoleon III. durch den Krieg von 1860. Erhatte den Ausbruch desselben begünstigt, in der Hoff-nung, der Kampf werde sich lang hinziehen und ihmGelegenheit geben, in Deutschland als Schiedsrichter auf-zutreten und neuen Ruhm und neue Gebiete dabei ein-zuheimsen. Der unerwartet rasche Sieg der Preußenmachte jedoch all diese Berechnungen zunichte. Er mußtees geschehen lassen, daß sich unter Preußens Führungein gewaltiger deutscher Bundesstaat bildete. Und alser zum Dank für seine Nichteinmischung von König Wil-helm Gebietsabtretungen am Rheine oder dann dessenZustimmung zur Wegnahme Belgiens oder Luxembiu-gsverlangte, wurde sein Begehren rundweg abgewiesen,ohne daß er hätte mit Krieg darauf antworten können,da sein Heer durch das Unternehmen gegen Mexiko zusehr geschwächt war. Seitdem # war „Rache für Sadowa“das Feldgesclirei der französischen Höflinge, Minister undGeneräle; doch schob Napoleon den Krieg mit Preußenin böser Vorahnung immer hinaus. Nun erhob sich aberauch im Innern die republikanische Partei unter derFührung Gamliettas, Jules Favres und andererimmer mächtiger gegen dieses Regiment, welches all dasDespotische des ersten Kaisertums ohne dessen Größe ansich trug. Nur ein erfolgreicher Krieg schien den wanken-den Thron der Napoleoniden noch retten zu können.
(i. Der deutsch- französische Krieg bisSedan (19. Juli bis 2. September 1870). — Im -fahre 1870