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Leitfaden für den Unterricht in der Naturkunde an Sekundarschulen / von H. Wettstein
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Arten des Pflanzenreichs, Kl. VI.

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eindringen und neue Pilzpflanzen mit Sporangien erzeugen. DenGetreidearten werden die Brand- und Rostpilze verderb-lich. Die Brandpilze erscheinen in den Getreidekörnern, dierotgelben Getreiderostpilze an den Halmen, Blättern undBlütenspelzen, und während eines gewissen Entwicklungszustandesauf den Blättern des Berberitzenstrauches. Wo also der letzterefehlt, kann auch der Getreiderost nicht überhandnehmen. Ebensowird der Birnbaumrost, der den Birnbäumen sehr gefährlichwird, ausgerottet, wenn man in einer Gegend die Sevipflanzenvernichtet, weil diese zur Entwicklung jenes Rostes notwendigsind. In den Körnern von Gerste und Haber erscheint der Flug-brand als ein schwarzes, verstäubendes Pulver, in den Weizen-körnern dagegen der Stink brand (Steinbrand, Schmier-brand) als eine zusammenhängende, sehwarzbraune, von derSamenschale bedeckte Masse, welche aus lauter Pilzsporen besteht.Keimt ein Weizenkorn, an welchem solche Sporen haften, so ent-wickeln sich diese auch; es entstehen mikroskopisch feine Pilzfäden,welche durch den Getreidehalm hinaufwachsen und endlich in derÄhre desselben zur Sporenbildung gelangen, wodurch das Getreide-korn selber zerstört wird. Durch Ein beizen mit Kupfervitriol-lösung tötet man die am Saatgut haftenden Pilzsporen, schützt da-her das Getreide vor dem Brand. In Roggenähren, seltenerbei andern Getreidearten, zeigt sich nicht selten das Mutterkorn,eiQ e f as t 3 cm . lange, schwärzliche, hornartige Masse. Es istgiftig.

SchÜ8selclien der Wandschildflechte, im Durchschnitt, 55 /i.

Fig. 68.

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