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Leitfaden für den Unterricht in der Naturkunde an Sekundarschulen / von H. Wettstein
Entstehung
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I.

Mineralogie.

Einfache Mineralien.

1. Bergkristall.

Dieses Mineral findet mangewöhnlich in sechsseitigenSäulen (Fig. 579), die mitdem einen Ende auf dem Fel-sen aufgewachsen sind, amandern dagegen eine sechs-seitige Pyramide tragen. Sel-ten endigt die Säule an beidenEnden mit solchen Pyramiden.

Die Säulenflächen sind deut-lich quergestreift. An diesenKristallen sind die Wind-kel immer gleich; dagegenist die Grösse der Flächenverschieden. Gewöhnlich fin-den sich viele Kristalle nebeneinander und mit einander ver-wachsen. Bruchflächen sind muschelig. Man kann Glas mitBergkristall ritzen und mit dem Stahl an ihm Funken schlagen,er ist also härter als Glas und Stahl. Er ist ungefähr soschwer wie Glas und hat auch dessen Glanz. Er ist gewöhn-lichwasserklar, farblos, manchmal gelblich oder bräunlich oderganz dunkel (Rauchtopas). Er besteht aus reiner Kieselsäure.

Man findet ihn in den Alpen, z. B. am Gotthard, wo er dieWände von Felshöhlen auskleidet und bisweilen in fast meter-langen Kristallen von mehreren Zentnern Gewicht gefunden wird.Gewöhnlich sind sie allerdings nur einige Centimeter lang. Ausden reinsten Kristallen werden allerlei kleine Gerätschaften,Scbmucksachen, Linsen verfertigt.

Fig. 579.