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Physik.
Fig. 55«.
wird also durch den galvanischen Strom in seineBestandteile zerlegt.
Das abgeschiedene Kupfer bil-det eine feste, zusammenhängendeMasse; man benutzt diese Eigen-schaft des Stromes, um Abdrückevon Münzen u. dgl. zu erhalten.
Man wickelt den negativen Pol-draht eines Elementes B umden Rand der Münze M (Fig.
556), bestreicht diesen und dieRückseite der Münze mit einemnichtleitenden Stoff, z. B. mit Wachs, setzt den positiven Poldrahtmit einer Kupferplatte K in Verbindung und hängt letztere samtder Münze in ein Gefäss A mit Kupfervitriolauflösung. Diese wirdzersetzt; das Kupfer setzt sich an die Münze, die Schwefelsäuregeht an die Knpferplatte K und zerfrisst sie, d. h. verbindet sichmit ihr zu Kupfervitriol, dessen Kupfer durch den Einfluss desStromes wieder auf die Münze abgelagert wird. Nach einigen Tagenist die so abgelagerte Kupferschicht stark genug, um abgenommenwerden zu können. Sie ist ein vollkommen genauer ver-tiefter Abdruck der Münze. Ein Abdruck von diesem ist er-haben wie die Münze selber.
Auf diese Art kann man galvanoplastische, vollkommengenaue Abdrücke von Holzstichen, Kupferstichplatten, Denk-münzen, Bildsäulen u. dgl. erhalten.
Auflösungen von Gold und Silber werden durch den galva-nischen Strom ebenfalls zersetzt. Darauf gründet sich die galva-nische oder nasse Vergoldung und Versilberung.
Überhaupt können alle zusammengesetzten Stoffedurch den galvanischen Strom in ihre Bestandteile zer-legt werden.
Aufg. 694. Nehmt eine Silbermün/.e oder einen silbernen Löffel unterdie Zunge, ein Stück Zinkblech auf dieselbe und bringt die beiden Metalleausserhalb mit einander in Berührung, was bemerkt ihr? 695. Vertauschtdie beiden Metalle mit einander; ist die Empfindung die nämliche wie vorher?696. Was geschieht, wenn im volta’schen Element Zink und Kohle in derFlüssigkeit sich berühren?
HO.
Eine leicht beweg-liche Magnetnadel nsüber einem Leitungs-draht AB (Fig. 557)wird vom Strome ab-gelenkt, und zwarmehr oder weniger,je nach der Stärke
Magnetische 'Wirkungen.
A
Fig. 55T.