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Leitfaden für den Unterricht in der Naturkunde an Sekundarschulen / von H. Wettstein
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370
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Spirale ein magnetischer Nordpol, das andre ein Südpol. Hängtman die Spirale leicht beweglich auf, so stellt sie sich in dieRichtung der Kompassnadel. Nähert man ihren Polen die entspre-chenden eines Magneten, so werden sie angezogen oder abgestossen.Durch Umkehrung des Stromes werden auch die Pole umgekehrt.Das Solenoid verhält sich vollständig wie ein ge-wöhnlicher Magnet. Es ist gleichgültig, aus welchem Metalloder überhaupt aus welchem Leiter es bestehe; also erhaltendurch den galvanischen Strom alle leitenden Körpermagnetische Eigenschaften, die mit dem Strom augen-blicklich aufhören.

Man glaubt daher, die gewöhnlichen Magnete seien nur des-wegen magnetisch, weil ihre kleinsten Teilchen von elektrischenStrömen umkreist werden, Magnetismus sei also nur eineFolge der Elektrizität, mithin keine besondereKraft.

141, Der Elektromagnet.

Ein Eisenstab, der in das Solenoid gesteckt wird, wird ma-gnetisch und bleibt es, so lange der Strom durch dasselbe geht.Die Umkehrung der Stromrichtung bewirkt eine Umkehrung derPole dieses Eletromagneten.

Noch aulfallender wird diese Wirkung mit dem ApparatFig. 561: Auf dem Eisenstück F stehen zwei Eisenstäbe A und II,

die mit einem Draht regelmässig umwickelt sind. Leitet mandurch diesen vermittelst der Klemmschrauben E und G einenStrom, so werden jene Eisenstäbe magnetisch und ziehen denAnker B, der an dem beweglichen Hebel CD steckt, mit grosserKraft an. Die Schraube J dient dazu, dem Hebel die passendeLage zu geben. So wie der Strom unterbrochen wird, verschwindetder Magnetismus sogleich. Man nennt diese Vorrichtung einenElektromagneten. Um den Übergang des Stromes von einerDrahtwindung zu den benachbarten zu verhüten, umwickelt manden Draht mit Wolle oder Seide.

Je grösser der Elektromagnet, je stärker der Strom ist, undje mehr Windungen die Spiralen haben, desto stärker ist auch der