Band 
Zweiter Kursus.
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ÄgYPtc r.

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am Mcrisee und bestand aus zwölf mit einander verbundenen Palästen.In demselben waren 3000 Zimmer, 1500 über und ebensoviel unter derErde. Der ganze Bau war mit unvergleichlicher Pracht aufgeführt, liegtaber jetzt in Trümmern.

Trotz der unverkennbaren Fertigkeit in einzelnen Gewerben und in derBaukunst konnten die Ägypter eine gewisse Stufe der Bildung nicht über-schreiten. Der Grund davon lag, wie bei den Indern, in der schroffenScheidung der Stände. Das ägyptische Volk war in sechs Kasten geteiltund bestand aus: 1. Priestern, 2. Kriegern, 3. Ackerbauern,4. Handwerkern, 5. Schiffern und 6. Hirten, wobei der Sohn stetsdie Beschäftigung des Vaters treiben mußte. Am meisten galten die Priesterund Krieger, und geradezu verachtet waren die Hirten.

Die älteste Geschichte Ägyptens ist in Dunkel gehüllt. Die Ägyptermieden jede Verbindung mit andern Völkern und lebten anfänglich in kleinenStaaten, die von eigenen Königen (Pharaonen) regiert wurden. Unter denverschiedenen Staaten war erst Memphis und dann Theben der angesehenste.Um das Jahr 1350 vor Chr. wird der König Ramses (bei den GriechenScsostris) als großer Eroberer genannt: er soll die Äthiopier zinspflichtiggemacht nnd weithin über Asien und Afrika geherrscht haben. Nach einerlaugen Reihe von Königen kam die Regierung des Landes an zwanzigStatthalter, von denen einer, Psammetich, sich mit Hilfe von griechischenMietstruppen zum Alleinherrscher emporschwang (650). Er öffnete Ägyptenden Fremden und veranlaßte seinen Sohn Necho (S. 3), denselben Grund-satz zu befolgen. Necho war kriegerisch und drang erobernd bis an denEuphrat vor, wurde aber bei CircesiuirG (605) von Nebukadnezar ge-schlagen. Der streitbare Amasis^ (um 550) erhob das Reich noch ein-mal zum Wohlstände, sein Sohn Psammenit verlor jedoch (525) in derSchlacht bei PelusiunG Sieg und Reich au die Perser, die über Ägyptenherrschten, bis Alexander den ganzen persischen Staat seinem Reich ein-verleibte (332).

8. Griechen.

2. Thesens 1300-1250 vor Chr.

1.. (Geographisches von Griechenland). Die Pelasger. Die vier Stämme der Hellenen:Äolier, Dorier, Jonier, Achäer. Kolonisten: Kekrops 1600, Danans 1550, Kadmus1500„und Pelops 1400. 2. Herocnzeit: Herkules; Thesen«, Sohn dc« Agens undder Athra. Das Schwert und die Sohlen. Reise nach Athen: PeripheteS, Sinnisund Prokrusies. 3. Thesens' Ankunft in Athen. Die Söhne des Pallas. Thesensrötet den Stier des Enrysthcus und befreit Thebeir vom Joche Kretas. Tod des Agens.Thesens als König; sein Zug gegen die Amazonen. Thesens' Rückkehr; sein Tod.

1- Die ältesten Bewohner von Griechenland s waren asiatischen Ur-

* Circesium, S. 3 Anin. 1. — Pclusium, Stadt in Unterägyptcn ammittclländischcii Meere, westlich von Alcxandria.

2 Lgl. Schiller, Ring des Polykrates.

2 Griechenland bestand' in alter Zeit aus drei Teilen, aus Nordgrie-cheuland, Mittelgricchenland oder Hellas und Südgriechenland oderP e l o P o n n e s.

Nordgricchcnland umfaßte 1. Thessalien im Osten und 2. Epirusim Westen.

Mittelgriechenland 'oder Hellas umfaßte 1. Akarnanien. 2. Atolien.3. Lokris. 4. Phocis. 5. Doris. 6. Böotien. 7. Attika und 8. Megaris.

Sechs

Kasten.

Ramses

1350.

Psammetich

650.

Circcsinm

605.

Pelusium

525.