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Alte Geschichte.
Pelasger. sprungs und hießen Pelasger. Spliter wurden diese durch die HellenenHellenen, verdrängt, so genannt von Hellen, dem Sohne Deukalions, der (1500)einer verheerenden Wasserflut in Thessalien glücklich entronnen war. IhreNachkommen schieden sich in vier Hauptstämme: in Äolier, Doricr,Jonier und Achäer, von denen sich die Dorier (Spartaner) nnd Ionier(Athener) am meisten hervorthaten. Schon vorher kamen übers Meer auchderer"' Kolonisten aus den Kulturländern: Kckrops (1600) aus Ägypten, der inder Landschaft Attika die Burg Kekropia (Athen) erbaute; Danaus (1550)aus Ägypten, der sich in Argalis niederließ; Kadmus (1500) aus Phönicicn,der in Böotien die Burg Kadmea (Theben) gründete und die Buchstaben-schrift mitgebracht haben soll; und endlich Pelops (1400) aus Kleinasien,der dem Peloponnes (Pelops Insel) den Namen gegeben hat.
2. Mit dem Aufblühen des hellenischen Stammes erwachte in Grie-chenland ein Heldengeist eigentümlicher Größe. Körpcrstärke und kühnerMut galten für das Höchste. Herkules erscheint als Ideal der Kraft nndvollführt die von Eurystheus ihm auferlegten Arbeiten. Neben ihm leuchtetThesen«, durch große Thaten Theseus hervor. Sein Vater Ägeus, der König vonAthen war, hatte wegen Kinderlosigkeit das Orakel zu Delphi ^ befragt undzur Antwort erhalten, er solle reisen. Deshalb hatte sich ÄgcnS nachTrözen ^ zu seinem Freunde Pittheus begeben. Daselbst heiratete er Äthra,die Tochter seines Gastfreundes. Nach einiger Zeit schickte sich Ägeus zurHeimkehr an; ehe er aber zu Schiffe ging, führte er seine Gattin an dasGestade des Meeres, hob einen mächtigen Stein auf und legte darunter seinSchwert und seine Sohlen. „Sieh Äthra!", sprach er, „wenn Du mireinen Sohn schenkest und er so stark geworden ist, daß er diesen Stein weg-wälzen kann, so laß' ihn diese zwei Pfänder holen. Dann neun' ihm meinenR«sc nach Namen nnd schicke ihn zu mir: an Schwert und Sohlen werde ich ihn alsAthen, uicinen Sohn erkennen!"
Äthra gebar einen Knaben und nannte ihn Theseus. Als derselbezu einem kräftigen Jünglinge herangewachsen war, holte er auf Geheiß derMutter mit Leichtigkeit Schwert und Sohlen und machte sich auf nach Athen.Er wählte den Landweg, weil er hoffte, da mehr Abenteuer bestehen zu können.
Bald fand TheseuS Gelegenheit, seinen Mut zu erproben. In demPeriphetes. Walde von Epidauros^ wohnte der Riese Pcriphetcs, der die Vorüber-gehenden mit einer Keule hinterlistig erschlug. Theseus forderte den Unholdzum Kampfe heraus. Der Wilde kam trotzig hervor und schwang seineKeule; aber schnell fuhr ihm des Jünglings Schwert in den Leib, so daß
Südgriechenland oder der Peloponnes, durch die Landenge von Korinth(Isthmus) mit Hellas verbunden, umfaßte 1. Arkadien, 2. Lakonien. 3. Messcnicn. 4. Eli«. 5. Achaja. 6. Sicyon. 7. Korinth und 8. Argali«.
Zwischen Griechenland und Kleinasien, im Archipel, liegen Euböa und dieChkladen; südlich von Griechenland Kreta, westlich die ionischen Inseln. ImNorden folge» auf Griechenland Jllyrieu, Macedonien und Thracien. — Die, Griechen hatten zahlreiche Kolonien an den Küsten des Mittclmeerc«, namentlich in' Kleinasien (Smyrna, Ephesus, Milet) und auf den nahe gelegenen Inseln, den SPo -
raden (Lcsbos, Chios, Samos, Rhodus rc.). sodann am schwarzen Meere und inThracien «Byzanzs. Nut erit allen war mit griechischen Pflanzorten so besetzt, daß esden Namen Großgriechcnland erhielt; auch in Sicilien herrschten die griechischenEinwanderer vor (Sqrakus). Alle Nichtgricchen hießen Barbaren.
i Delphi, Stadt in Phocis. — Trözen, Stadt in Argalis. — Epidauros,Hafenstadt in der Landschaft Argvlis.