Band 
Vierter Band.
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188
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188 Zweites Buch: Literatur und Kunst Europas im Zeichen der Romantik.

H. Man1777-1859Napier1785—1860Tytler1828—1893Macaulsy1800-1858

Buckle

1821—1862

Lecky

1838-1903

Freude

1818—1894

Mahon

1805-1875

Carlyle

1795—1881

Nord-

amerika

Dichtung

Whiltier

1794-1878

Bryant

1794—1878

Dana

1787-1879

Poe

1811-1849

Longfellow

1807—1882

Taylor1825-1878Bret Harte1839—1902Twaingeb. 1838

Oonstitntionul Listorz' ok L. schrieb Henry Allan. Gleich wertvoll sind Listorv ok„tbe

in tbe keninsuls, von Napier und Llistorz- ok Lcotlonck von Tytler. Überdiese verdienstvollen Forscher erhebt sich doch weit der als Staatsmann und Redner, alsKritiker und Dichter berühmte Lord Thomas Babington Macaulay mit seiner lebens-vollen Llistor^ ot L. krow tbe nscension ok ckumss II., dem leider unvollendeten Haupt-werke der Zeit. Unter seinen ebenfalls vielgepriesenen Dichtungen Oaz-s ok ^neisnt Lomeist neben Tire Lrwucks, und Dirs Lsktle ok Ivrz- das Puritanerlied Lbs Luttle ok^lusebz« am vollendetsten. Doch sind seine Lssaz-s, kritische Aufsätze über literarische undpolitische Personen, daS Gebiet, auf dem er unerreicht blieb. In der streng Wissenschaft- 'lichen kkistorx ok Olvilisotion in Lnzlunck versuchte Thomas Buckle die naturwissen-schaftliche Methode im Sinne der französischen Positivisten auf die Geschichtsforschung an-zuwenden. Mag hierbei viel Gezwungenes und manche Willkür mitunterlaufen, io bleibtdiese Kulturgeschichte doch eine gewaltige Leistung des menschlichen Geistes Buckle wurdedas freilich unerreichte Borbild für Lecky in Nistorz- ok Rutionalisw in Lnropu undII. ok Luropsan inorals kroi» 7t.ngnstn8 to Oburlewogae; beider Werke Wert schmälertdes Verfassers nationaler Dünkel, der ihn geradezu parteiisch macht, wie den NachahmerMacaulays James Anthony Froude in Ristorx ok L., die dennoch das gleichnamigeBuch von Lord Mahon weit hinter sich läßt. Daneben sind zu nennen Kinglake mitDirs Invasion ok tbe Orimen und Nistorz- ok our ovn tiwes, Martin mit Oike oktlle Lrinee Oonsort, John Richard Green mit Ristorz- ok tlis Lnglislr xeoxle,Stubbs mit Oonstitntionul tlistorz- ok L. u. a. m.

Eine besondere, nach vielen Seiten einflußreiche Stellung nahm der ernst-gerichtete Schotte Thomas Carlyle ein, der sich auch dadurch von seinen Lands-leuten abhob, daß er sich zu Goethes Lebensanschauung bekannte und zum Herolddeutscher Art und deutschen Geistes ward.

Aus seinem Studium unseres Schrifttums erwuchsen Oike ok Lebiller, die Über-setzung des „Wilhelm Meister" und Lpseiwens ok Oerwun Lowunee. Ein weiteres Zeug-nis seiner politischen Unbefangenheit ist die bändereiche lltstorz- ok Lreäericlr tlle Oreut,neben die sich mit Recht Oliver OrowvsIIs Ostlers and spesclies stellen dürfen. Alsseine Hauptwerke gelten Lreneb Lsvolution, Obartism, käst and Lrsssnt. Als seinenBeurteiler zeigen ihn die kritisch-literarischen Lssaz-s und als satirischen Sittenschildererdie humoristischen Romane 8artor Lesarkus or Oike and Opinions ok Herr leukels'ckroeüb, zum Teil ein wunderliches Bild seines eigenen Lebens.

Ein kurzer Überblick mag die gelegentlichen Angaben im Vorhergehenden zu einemGesamtbilde der Literatur Nordamerikas vervollständigen. Am Aufschwünge der Poesieim englischen Mutterlande nahm Amerika eifrig teil. Dichter wie Pierpont, AlfredStreet, James Percival und Morris, die Humoristen Halleck und Holmes,sämtlich um die Wende des Jahrhunderts, verraten kaum mehr Abhängigkeit von fremdenMustern. Fast nationale Stoffe ergreift John Whittier in seinen Liedern gegen dieSklaverei Voiees ok Lrsedow. Allein, wie sehr auch Bryant, der Sänger des Still-lebens in Natur und Menschenherz, mit Dbe ^Zss, Loews, Lbanatoxsis u. s. w-, RichardHenry Dana, der in der Romanze Obs Luceanesr und in Dirs dzdng raren dieRomantik des Naturlebens glücklich erfaßte, auch in der Alten Welt Anerkennung fanden,so erhielt doch die Dichtung erst in des phantastischen, unglücklichen Edgar Allan PvsLyrik und Romanzen, z. B. ^Innabel Lee, Olle Laven u. a., vornehmlich aber durchLongfellow, der mehrere Jahre in Deutschland lebte, ihren amerikanischen Sondercharakter.Mehr als von seinen Loews, Lds äivine tragsdz- und Obs golden legend u. a. w-gilt das von dem 8ong ok Ikiavatba, einer Art indianischen Heldenliedes, das wie elUSchwanengesang empfunden und gedichtet ist aus der Seele der untergehenden Ureinwohner«Neben diesem ersten und ursprünglichsten Werke Amerikas begründete den Ruhm Longfellow»der Roman in Hexametern Lvangsline, eine Schilderung der Schicksale französischePflanzer, die englische Härte nach anderen Kolonien verschleppt. In dem ProsaromaukIlz-psrion heben sich die Bilder aus deutschem Leben deutlich ab. Einen weiteren Schrnzur Eigenständigkeit, ja, die schließliche Loslösung von europäischen Einflüssen bedeuten dwLoews and Lallacks des vielgereisten Richard Taylor, die Abenteurergeschichten unBilder aus dem kalifornischen Leben von dem humorvollen Realisten Bret Harte, endlichMark Twains gleich launige Schilderungen von seltsamen Menschen und seltsamen Z^stünden. Diese Erzähler haben der Hochflut von Novellen und Romanen, denen eigentlichnur eben dieser besondere amerikanische Humor das nachgerade unerträglich gleichartige Ge-präge gibt, förmlich die Schleusen geöffnet. Auch Eggleston folgte dem Zuge der Ansiedler