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Vierter Band.
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197
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8 90. Erstes Kapitel: Literatur (die außerdeutsche bis zum Ende des Jahrhunderts). 197

laegusris, Obronigus äu rsgns äs OtiartsZ IX), der auch in scharfgeprägtenNovellen (Ootomba, Oarmsn) die leidenschaftlichsten Vorgänge mit Ironie und KühleZeichnet. Noch vor der Mitte des Jahrhunderts prägte sich dann der Realismus völligH. de Balzac aus.

Die gewaltigen Erschütterungen, die Frankreich am Ausgange des 18. Jahr-)underts durchmachte, und ferner die vom Auslande kommenden geistigen Ein-stufte brachten wie in die Dichtung, so auch in die Philosophie und Geschichtschreibung"r Nation neues Leben. Man suchte sich von dem trostlosen Sensualismusund Materialismus der vorausgegangenen Zeit zu befreien.

Roher-Collard vermittelte an der Sorbonne den Franzosen das System des/hotten Neid; sein beredter Schüler und Nachfolger, der schöngeistige Victor Cousin, fügte«^ Lehren Kants, Fichtes, Schellings und Hegels hinzu und verschmolz, was er darin anahrheiten zu finden meinte, in seinem Eklektizismus. Durch den Hinweis auf die Denk-der anderen ward er in seinem Lande zum Begründer der Geschichte der Philosophie.^e.Men Spiritualismus bekämpfte Auguste Comte, ein Schüler von Henri de Saint-^stsuon (s- 1825), dem Begründer des modernen Sozialismus, durch die positivePhilosophie (6on>'8 äs ptiitosoxbis pomtivs, 1839). Er lehrte, daß nur Tatsachenbr Erfahrung Gegenstand der Wissenschaft sein könnten, und machte die Mathematik zumrunde alles wirklichen Wissens. Diese Lehre wurde im materialistischen Sinne von demGeschichtsforscher noch zu nennenden H. Taine (?bilo8opliss trantzais äu XIX^msWels, kstiiosopstis äo I'Xrt, tVIntsIIigsnes) und von Emile Littre weiter ent-.sstuelt, der sich durch seinen großartigen Oietionnaire Iiistorigus äs In lauAno lranxaiss388) auch als ausgezeichneter Sprachforscher bewährt hat. Littre, leitete als Übersetzer des»Gebens Jesu" von Strauß (1840) zur Kritik der theologischen Überlieferung und damitZuin religiösen Skeptizismus über, der leidenschaftliche Streitigkeiten hervorrief, als derMehrte Orientalist Ernest Renan die Vis äs Issus (1863) herausgab, die einen Vor-uufer der umfassenden Hi8toirs äss origins8 äu otiristiaiii8ms (1883) darstellt. Denist^uustischen Strömungen der neueren Philosophie gegenüber ward der Spiritualismus vonü n Lehrern der Sorbonne vertreten: von dem wortgewandten E- M. Caro (I-s ksssimigms. sisols; I^s Natsrialisins st tu Loisucs; IMitosoxtiis äs Kostbs), sowie von demielbelesenen Paul Janet in zahlreichen Schriften, während der gemäßigte Rationalistules Simon in Wort und Schrift als Ethiker und Nationalökonom eifrig und frucht-^ugend tätig war (1,6 Osvoir; ll'Ouvrisre).

Die Geschichtschreibung wie die Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts^Mieten eine Reihe der glänzendsten Namen. Dabei finden sich im Laufe der^ahre zu den alten Vorzügen französischer Darstellung, der Klarheit und demtanze der Schilderung, der Übersichtlichkeit der Anordnung, der Feinsinnigkeit" oer Charakterzeichnung eine solche Gründlichkeit der Vorstudien, ein solcher.stnst der Forschung hinzu, daß die französischen Geschichtschreiber, vor allemle der zweiten Hälfte des Jahrhunderts, hinter keinen anderen zurückstehen.

. ^ter dem ersten Kaiserreiche behandelten Pierre Daru, Napoleons ehemaligerMrster, Simonde de Sismondi, ein Freund der Frau von Stael, ebenso Frcmcois2 ^chaud (Histoirs äs8 6roi8aäö8) ältere Zeitabschnitte in teilweise noch heute geschütztenMen, während Domtnique de Lacretelle in seiner Hwtoirs äu 18° sisets (1808)^ Graf Philippe de Slgur, der als Brigadegeneral den Feldzug gegen Rußland mit-l/r-b' ^ t>er anschaulichen und in der Hauptsache getreuen Ilistoirs äs Xapotson st äsbe Xrmss (1824) die jüngstvergangene Zeit, teilweise nach eigenen Erlebnissen,

arbeiteten. Unter der Restauration glänzten dann gleichzeitig mit V. Cousin an derbest Lehrer Geschichte der geistvolle Literarhistoriker Francois Villemain,

ätz," stilistisch musterhafte Vortrüge über die Literaturen des Abendlandes als Dablsauunk 8 istEatnrs an ino^sn ägs und Nabtsan äu äix-stuitisms sjtzels erschienen sind,ersL ' ^ protestantische F. P. G. Guizot, der spätere Minister des Bürgerkönigtums. DieserIn iu der Ristoirs äs in Civilisation su stiurops (1828) und der Umtoirs äsro^sbvotulion ä'XnAlstsrrs als Haupt der doktrinären Schule, die durch philo-wari ^ Betrachtung aus dem Vergangenen allgemeine Ideen zu ziehen und für die Gegen-tor' machen suchte. Gleichfalls doktrinär, politisch jedoch demokratisch gerichtet,

Is, 7? ^les Michelet von 1833 ab seine umfangreiche und schwungvolle Üistoirs äs^ /sb-oos, bei deren Abfassung ihm als Vorstand der Staatsarchive reiche Quellen zume standen. Mit großer sprachlicher Kraft gibt er ein fesselndes, doch stark subjektives

Philo-

Collard

1783—1845

Cousin

1792—1867

Comte

1798-1857

Taine

1828—1893

Littre

1801—1881

Renan

1823-1892

Caro

1828—1887

I. Simon1814—1896

Geschicht-

schreibung

Daru

1767—1829

Michaud1767—1839Lacretelle1766—I83SSegur1780—1873

Villemain

1790-1870

Guizot

1787—1874

Michelet

1798—1874