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Vierter Band.
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8 92 .

Erstes Kapitel: Literatur (die außerdentsche bis zum Ende des Jahrhunderts).

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1 .. E" neben dem erwähnten Braga in Betracht Francisco da Silvas vieionario

wZratieo xortuguss, das von 1858 bis 1862 erschien, und der literarische Überblicknrnasso lumtano, den de Almeida-Garrett seiner Blumenlese vorausschickte.

8 92. Die Romantik und die neuere Literatur Italiens. Italien hatverstanden, der aus der Fremde überkommenen Romantik einen durchausationalen Charakter zu geben. Immerhin sind romantische Einflüsse maß-M end gewesen für die Beachtung, die jetzt Italiens Mittelalter fand, und habenerla ^ wesentlichen Anteil an dem freilich bald gehemmten geistigen Aufschwungs

. Eln griechischer Weisheit und römischem Freiheitsinne hatte der Freund und Gesinnungs-(W r- unseres Platen, Graf Giacomo Leopardi, seinen Geist genährt. Seine 6 antiam wie VII' Italia, ferner „An Angela Mai, als er Ciceros Bücher äs rspublieaj>^^uuden hatte", auch das Hochzeitlied für seine Schwester sprechen in klassischer FormE Dichters verzehrenden Schmerz über die unwürdigen Söhne und Verhältnisse seinesnterlandes aus, dessen ruhmvolle Vergangenheit er den Zeitgenossen als begeisterndesdarstellt. Der Dramatiker Giovanni Battista Niccolini wandte sich nach seinen. itnngstücken in Alsieris Art der Romantik zu und behandelte in dieser zweiten Periode»es Wirkens besonders vaterländische Stoffe in nationalem Sinne und freiem Geiste;

2 deutlich auf den Vrnaläo da Lrsscia gründet sich fein Ruhm. Auch Silvio Pellico^ ^ Saluzzo, eine weiche, elegische Natur, begann mit Trauerspielen, unter denen l?ran-

äg. Üiinini, zu der Dante den Stoff geliefert hat, am meisten gefeiert ist. Vonüvscolos Dichtungen angeregt, trat Pellico für die nationale Sache mit einer Zeitschriftbüßte aber für seinen Freimut, gleich dem Dichter Maroncelli, unter den Bleidächern°nedigz und auf dem Spielberg, wovon sein Buch fts mis prigioni (Meine Haft) eine.Weisende Schilderung gibt. Als er die Freiheit zurückerlangte, war er an Geist und"^l>er gebrochen. Mit ihm und Tommaso Grossi, dem Verfasser von Novellen in Versenecht romantischen Dichtungen, wie Iläegonäa, auch eines Epos I stoinbaräir ..^.Priwa. crociata (Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzuge), das sich gegen TassoS^/sstsches Hauptwerk richtete, gehörte u. a. der Mailänder Giovanni Berchet dem „Jungen

Italien

Dichtung

Lsopardi

1198—1837

Niccolini

178L-1861

Silvio

Pellico

178S-18S4

Grossi

1791-1858

9 > ^en" an, dessen Bestrebungen die Zeitschrift II eoneilikttors (Der Vermittler) vertrat.

Scheitern der Aufstände von 1820 und 1821 lebte Berchet als Flüchtling in Frank-st: England und Deutschland, bis ihm die Heimkehr gestattet wurde. Mehr als

aufreizenden politischen Gedichte begründeten seine Romanzen, vor allem I protuAbiin'i . worin der Untergang dieses christlichen Freistaates an der albanesischen Küsten tiefer Empfindung geschildert wird, seinen Ruhm. Den feurigsten Fürsprech fand derb ff°nale Gedanke in Giuseppe Giusti aus Monsummano bei Lucca, dessen tiesverletztes^ .^ändisches Gefühl'sich in zähneknirschendem Spotte auf die allgemeine VersunkenheitH" Selbsterniedrigung entlud. Wahrhaft prophetenhafter Zorn spricht aus dem kleinen"nde seiner Gedichte und dazu die sittlichste Trauer um Italien, das vivo sspolcro a unbvlo üi worti, das lebendige Grabmal für ein Volk von Toten.

a,. Fern von den gefahrvollen politischen Bestrebungen, wenn auch nicht ohne. efühl für Freiheit und Vaterland, wandelte der größte Dichter Italiens inneueren Zeit, Alessandro Manzoni aus Mailand, seine literarische^ufbahn.

Berchet

1783—1851

Giusti

1809—1850

Manzoni

1785—1873

> Echte Frömmigkeit, Wahrheit des Gefühls und lyrischer Schwung geben seiner Dichtung^ besondere Gepräge. Mit den Inni sacri (geistlichen Liedern) wie durch seine.Rainen II conts äi Okirinaxiiolg. und Väslcbi trat er als Befreier vonWanzösischeil Vorbildern und als Begründer der nationalen Romantik auf. Die Wieder-°"Wahme des antiken Chors zeitigte wenigstens herrliche Blüten seiner Gefühlspoesie, die!> gefeiertste Aussprache in der von Goethe u. a. übersetzten Ode auf Napoleons Tod,

^ oingne NaßZio, gefunden hat. Am bekanntesten wurde jedoch sein Name durch denswMan Ixromessi sxosi (Die Verlobten), eine Schilderung der politischen Zuständes.^er spanischer Herrschaft in der Art Walter Scotts, der seitdem das Vorbild des auf^arischem Gebiete vorherrschenden geschichtlichen Romans, wie der Fortsetzung der GW»-roiktzzgj sposi, 1,8, monacs, äi Monra (Die Nonne von M.) von Rosini, RomanbVeramoscs, von Massimo d' Azeglio, Marco Visconti von dem er-ahnten Tommaso Grossi u. a., geworden ist. — Die Abkehr von der Romantik vollzogN Mit dem Auftreten deS Francesco Guerrazzi aus Livorno, der seine wilden SchöpfungenLenevento (Schlacht von B.), ^.sseäio äi keinen 26 (Belagerung