Zendrini1839-1879Stecchettigeb. 1845
Veris-
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8 93. Erstes Kapitel: Literatur (die außerdentsche bis zum Ende des Jahrhunderts). 209
a Lutuug, eben diesen Geist, der stets verneint, als allbewegende, schaffende Kraftanl^E^' Den gleichen Geist der Auflehnung gegen die bestehende christliche Welt-in d seine übrigen Gedichte, und seine Verehrung für das Altertum gab ihm
oen Oäi bnrbnrs den Gebrauch antiker Formen an die Hand, worin ihm Ragusa mit—"u bnrbs.ro und Razzetti in Onrmi s ocki bnrbnro folgten,
unverkennbar zeigt Carduccis Geistesrichtung eine gewisse Verwandtschaft mit HeinrichBuch der Lieder wie andere deutsche Dichtungen Bernardino ZendriniSt Verständnisse übersetzt hatte. Deutlicher tritt Heines Einfluß bei Lorenzo
kcchetti hervor, bei dem auch anscheinend wahre Empfindung jäh in Ironie umschlügt.
Mit ihm beginnt derVerismus, die naturwahre Darstellung, seinen Ein-u v *!!> ^Ekn. Schon Carduccis Rückkehr zu den Kunstformen des Altertumsdw Übertreibungen seiner Gedankenpoesie, aber auch Stecchettis ratloseN?AMMung Heines waren Zeugnisse dafür, daß sich die bisher tonangebendenPollts^b" abgelebt hatten. Tatsächlich hatte die Einigung Italiens demÄschen Liede seinen eigentlichen Inhalt genommen, die Romantik aber ver-achte in dem hellen Lichte und der alle Kräfte anspannenden Rührigkeit desvermachten staatlichen Lebens nicht mehr zu gedeihen. So war der realistischenm vst, die in Frankreich durch Zola begründet wurde, auch in Italien der"Oaden bereitet.
m H^r erreichte sie vorläufig einen Höhepunkt in Gabriele d' Annunzios Lyrik undAus dessen fabelhafte Darstellungsgabe und Sprachfülle selbst scheinbar unlösbareiv /^ven bewältigt. Seine im höchsten Grade malerische Prosa wirkte zuerst überraschend.
gewahrt eine ruhigeres Urteil auch die Schwächen seiner Romane, wie kinoere, Trionkoger d *nc>rte, Huoeo, lm eittn worin (Die tote Stadt), die zum Teil durch ihren Inhaltdie abstoßend wirken. — Aus der langen Reihe von Schriftstellerinnen mögenund ^cchEtanerin Matilda Serao, die Gattin des Redakteurs vom „Mattino", Scarfogtio,zur ^httuin Ada Negri herausgehoben worden. Jene bekehrte sich von der Romantikidealistischen Kunst, die durch ihre Romane und Novellen, wie llnntssin, 6uorobuwo (Herzkrank), Vitn o nvvovturo cli Uioenräo llonnnn, II vontro cki^chilhH lDer Bauch von N.), it.II' srtn, ssntinelln! (Auf der Wacht) um guteUn/i-k) laugen aus Natur und Menschenwelt bereichert wurde. Ada Negri dagegen trat,
^vrtet wie ein Meteor, mit abgeschlossener Weltanschauung und als Meisterin in derdie n der Abgeschiedenheit ihres kümmerlichen Wirkungskreises vor die Öffentlichkeit,
Uotk ^ Lwderbuche b'ntnlitn der warm für die untersten Volksklassen fühlenden, kaum^ besseren Hoffnungen zugänglichen Dichterin erstaunten Beifall spendete.
Das Epos ist wohl noch in einzelnen Erzeugnissen vertreten, hat aber Roman
d'Annunziogeb. 1864
Seraogeb. 1856Negrigeb. 1870
wre anderwärts dem Romane und der Novelle den Platz räumen müssen.
dochBeide^gendes.
Gut Pachtung verdauen die Sittenromane Castelnuovos und Salvatore Marinas,de N Novellen verfaßte der durch seine Schriften zur Erziehung bekannte Edmondos.. T^lcis, während der vielgelesene Paolo Mantegazza seine Beliebtheit vorzugsweisekn Eindrücken auf die reizlüsterne Sinnlichkeit verdankt,wen . erkennenswerter Leistungen darf sich die Geschichtschreibung rühmen, die durch-tzr?,^^Pchvftliche Forschung in angemessener, wohl auch künstlerischer Form bietet, soin d ^ ^^otti in der 8torin äelln wonnrebin xiswontsso, Gino CapponiNab^o» o^ia äelin rspubbiion kiorsntinn. Eine 8toria äi kows. unter-äi 0 z Ügero Bonghi zu schreiben. Nach Inhalt und Form gleich vorzüglich ist die 8torinFron -0 von Giuseppe de Leva, dem andere, wie Adolso Bartoli, Francesco Novati,eru^»ia °.d' Ovidio, kaum nachstehen. — Um die Literatnrgeschichte und Kritik
der Menge nach unübersehbar, bieten viel Gutes, aber kaum Hervor- CaMnuovo
Farinageb. 1846de Amicisgeb. 1846Mantegazzageb. 1831
Geschicht-schrei-bungRicotti181« -1883Capponi1792—1876Bonghi1826-1895
1821-1895de SanctiS1818-1883
Würdigkeiten und Lebensbilder im Schutze des Er h s M die
8 S3. Die Romantik und die neuere Literatur UngarnS.^ ^ ^^^Achiagend^e Romantik mit Vörösmartys (ß 80) schwungvoller -) gestorben. Man
hatte, sind unter den Stürmen des Aufstandes von 1848 bald abgesto
Weber-Baldamus, Weltgeschichte. 21. Aufl. IV.
Dichtung