1868Toldy1805-1875Dichtung
Korais
8 94. Erstes Kapitel: Literatur (die außerdeutsche bis zum Ende des Jahrhunderts. 211
^ Namhafte Literaturforscher sind außer den erwähnten Kemkny und Paul Ghulai noch ^rdelyiJohann Erdelyi, in erster Linie aber der Deutschungar Franz Toldy mit der Ge- i8ii -186ichrchte der ungarischen Literatur und der ungarischen Dichtung.
^ 8 94. Die neuere Literatur Griechenlands. Die Anfänge der nationalen
Achtung in Griechenland fallen in die zweite Hälfte des 18 ten Jahrhunderts,u>o die Freiheitsgedanken das Volk in allen seinen Schichten gleichmäßig inhebernde Aufregung versetzten und sich zur Tat zu verdichten begannen.
Damals befaßte sich zuerst Adamantios Korais mit der griechischen Sprache unduhtkunst, um die beide er sich unschätzbare Verdienste erwarb. Während seines Aufent-Mltes in Paris wurde er mit den Lehren der französischen Klassiker vertraut, die er dannicht müde ward seinen Landsleuten als Muster anzupreisen. So ist er der Begründerklassischen Richtung geworden, die ziemlich bis in unser Jahrhundert die nationaleudergeburt des griechischen Schrifttums gehemmt hat. Ohne Anhänger der altertümelnden,
M die Wiederaufnahme der altgriechischen Sprache gerichteten Bestrebungen zu sein, be-^"chfte Korais doch die Mundarten zugunsten einer Schriftsprache. Gleiches Ziel vereinteit chm, die Sprachgelehrten MavromatiS und Konstantinos Oitono mos in der Pflege Mm>romattrbr Sprache, im Anschlüsse an die klassische Kunst aber und an die französische Bildung über- OilonomosI upt Michael Kumas. Ein älterer Zeitgenosse dieser Männer, Dapontes, blieb in 1780-1857.^ Sturme und Dränge der Zeit mit seinem Lehrgedichte vereinsamt. Er starb als Mönch
der Abgeschiedenheit eines Athosklosters. Ebensowenig fand die Liebesepik des Manos DapontesNen Widerhall im Herzen des nach Freiheit verlangenden Volkes, das dafür die Werke zweier in>7-i78g^Perlandsfreunde, des Fürsten Ppsilanti (Z 112) volksliedartige Klage des Verbannten E-igW, °gleins und das romantische Gedicht Dimos (das Volk) von Trikupis, um so 'Rüdiger begrüßte.
Durch die französische Staatsumwälzung war die Ungeduld des gedrücktenösietz aufs höchste gesteigert worden. Der Rufer im Streit, zugleich der tat-">iige Verfechter der Idee der Freiheit erstand in Konstantinos Rigas,lu Persönlichen Verhandlungen mit Bernadotte, später mit Napoleon selbst griff er
s, °^n Waffen. Aber die Zeit der Befreiung war noch nicht gekommen. Er wurde ge-bei?^ ""d in der Donau ertränkt, gefeiert von den Seinen als Vater der griechischen Frei-sein ihr erster Blutzeuge. Sem literarisches Denkmal ist die „griechische Marseillaise",
-U .'"riegsiied „Aus, ihr Söhne der Hellenen!" Den Ruhm des anderen, gleichgefeiertendie « lange, Pallikaren?" macht ihm Korais streitig. Einmal erwacht, trieb nun
r.^hrik zahlreiche Blüten. Über Kanelos, dem formvollendeten Karasutsas und dem
Trikupis
1788-1873
Rigas
1754—1798
Anakreontiker Christopulos steht durch Empfindung und künstlerische Eigen-Christopulosschin ^"Eostas. Neben Elegien dichtete Manusis, ein ausgeprägter Schüler, des Westens, 1772—1847
Kanelos
1792—1823
Vitaras
1771—1823
^ ^. .^ , __
nnd^^"lle Hymnen. Von der Liebe sang der gelehrte Bilaras, der auch Äsops Fabelnhauvi Egriechifchen Froschmäusler in die epirotische Mundart übertrug, wie er über-Ner Erhaltung der Volksprachen bedacht war. Darin begegnete er sich mit RisosKornes mit einer Posse sogar öffentlich gegen die vermeintliche Einseitigkeit des
erk ^ auftrat. Er verfaßte auch dramatische Satiren und Lustspiele. Besondere An-Rnl»n""^ ernteten seine Trauerspiele Aspasia und Polyxena, so sehr in beiden dieDem ^ die Franzosen sich bemerkbar macht, wie bei Pikkolos im Tode desgx^°lthenes u. a. Durchschlagenden Erfolg erzielte Nerulos mit dem komischen Helden-Äamp Raub des Truthahns. — Italienische Einflüsse zeigen die Stücke deska^?blios, wie Timoleon, Konstantinos Palaiologos u. a. Der Freiheits-Endlim siinen Dramatiker in Theodoros Alkaios mit dem Trauerspiele Votsaris.^iden kehrten Karydis mit den Drei Gräbern und Bernardakis mit den Kypse-und der Merope zur altgriechischen Kunst zurück.
hnd NsE ölänzendsten Namen in dem bisherigen Schrifttums der Neugriechen(Mx.; Lander und Panagiotis Sutsos, denen sich Rangawis als eben-Mr Seite stellen darf.
D xx Alexander Sutsos Trauer- und Lustspielen, Satiren, epischen Dichtungen, wie
Leiöxx.r^h"s.rrende, Romanen, wie Der Verbannte, glüht durchweg die politische^apojnst .' ^ hkh geradezu bis zum Hasse gegen den staatsmünnisch-vorsichtigen Präsidenten
st,».. V l s-iü stölgb^k- sttlü
Sutsos
1863
Panag.
^Urch sein» ^8^. Diese Gesinnung teilte sein Bruder Panagiotis Sutsos, nur daß ^ -
A Roman"« Anlage die Verbitterung zu fast elegischer Klage gedämpft wird, wie igog-iggz
"kederu. ros und im Drama Der Wanderer so auch in den politischen
hos Rangawis (Rangabö) nimmt durch seine Trauerspiele Der Vor- Rangavis
I8W-I89L