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Zweites Kapitel: Kunst.
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m ^ allzu günstig beurteilt, gab sein Bestes in süns Campagnälandschasten (VillaKiok ^ ^ Rom). Christian Leberecht Vogel brachte seinen Namen durch die naturwahrealb Gruppe in der Dresdener Galerie auf die Nachwelt, während seine geschichtlichen undzun?N^ Darstellungen unfrei und gekünstelt erscheinen. Philipp Otto Runge wirdin ^"Eufer der modernen Impressionisten: er malt zuerst farbige Schatten (Kindergruppeunk ^ Hamburger Kunsthalle, 1825) und erfindet Ornamente, in denen sich Naturgefühlkonstruktive Schönheit vereinigen.
Lä demselben Rom, in dem die deutsche Kunst wie in einem Gesundbrunnenneb ^"3 bei der Antike suchte, sollte eine zweite Strömung ihren Ausgangden Hang zum Mystischreligiösen, die Vorliebe sür das Mittelalter und
der .kholizismus und unter dem Einfluß der Befreiungskriege das Alt-^.!^"ische, wie es sich in der Literatur kundgab (in Wackenroders Herzens-^öketzungen eines kunstliebenden Klosterbruders) und bereits im Volksgemütwami .^aßt hatte, ergreift auch die deutsche Kunst. Und wenn sie ihr Ge-,. t . kucht mit einem durchaus neuen vertauscht, sondern die alten deutschen^ Italienischen Meister (Fra Angelico und Luca Signorelli) zum Vorbild wählt,sie doch, im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts, befruchtende,and" ""ch nicht immer durchaus gesunde, neue Keime in sich auf, die einemals dem der Antike entstammten: der deutschen RomantikbiblÄ' Damit geht Hand in Hand ein sinniges, gemütvolles Eindringen in diedie kl " .""d mittelalterlichen Stoffe, sowie ein entschiedener Widerspruch gegenklassizistischen Dogmen und den Schematismus des akademischen Studiums,borb? ^ Zellen des ehemaligen Klosters S. Jsidoro am Monte Pincio wurde das NeueB^l?bktet, ehx ^ sich ^ den sechs Darstellungen aus der Geschichte Josephs in der Casa^affa s ^ ^ die Tat umsetzte. Dabei galt es nicht nur, zur Schlichtheit der Maler vorlasset zurückzukehren, sondern auch die alte verschollene Freskotechnik wieder aufleben zubchm' on ^ Haupt der Präraffaeliten oder Nazarener war Friedrich OVerb eck, ausÄosevbs die ganze naive Innigkeit seines religiösen Empfindens spricht (Verkauf
M dx/n), >t in der Nationalgalerie in Berlin; Ölgemälde: Christi Einzug in Jerusalemin Marienkirche in Lübeck, Bund der Künste und der Religion im Städelschen Museumaußer a. M., Zeichnungen zu den Evangelien, die sieben Sakramente). Mit ihm wirktesette» ol/ken Philipp Veit, der Sohn der Dorothea Schlegel (der Traum von den siebenFranks ^en der Casa Bartholdh; die Einführung der Künste durch das Christentum,Mnderö"' deter von Cornelius, wie Carstens Verächter der Farbe, der Be-
ihn nn ^ Kartonkunst, dessen Vorbilder Dürer und später die Italiener der HochrenaissanceMit Razarenertum hinausheben, versucht das Großzügige klassischer Formen
Mnrde ij^bfindungsweise der Romantik zu vereinigen. Er lebte 1811 bis 1819 in Rom,Mit Az > 1 Direktor der Düsseldorfer, 1825 Direktor der Münchener Akademie, zerfiel aberBerlin m ^ff^wig, der ihm zurief: „Ein Maler muß malen können", und ging 1841 nachBerlin «Z? ^ui stammen die Fresken: Zur Geschichte Josephs in der Casa Bartholdh, jetzt inMit Ov ^"°kr zu Dante und Tasso in der Villa des Fürsten Camillo Massimo in Gemeinschaftder qx! Schnorr und Führich, desgl. in der Glyptothek „Die vier Elemente" im Gewändekirchx ^k>then und Darstellungen aus der Jliade, das jüngste Gericht in der Lndwigs-
seiti» -Tünchen; außerdem Entwürfe zur Ausschmückung der Hohenzollerngruft, einer vier-Nebst Halle im 6ampc> 8nnto in Berlin, Kartons mit rechteckigem Hauptbilde
^bustrat' ^kk und Pretellendarstellungen, darunter die gewaltigen Apokalyptischen Reiter;(8resken?mn°" ^ Faust, Typus der Gretchengestalt. In seinem Gefolge vertritt Heinrich H eß^Tenzstij ^ ^ der Allerheiligenkirche und in der Bonifatiuskirche in München, Kartons in^arolss^?^ ^sbzig) und I. von Schraudolph das religiöse, Jül. Schnorr vonw kräftig ^ ^ historische Gebiet, obwohl sich sein Name erst durch die Zeichnungen zur Bibel,^"land i^.H^schuittmanier, dem deutschen Volke eingeprägt hat (Fresken zn Ariosts rasendemZemäld- : ^lla Masflmi in Rom, zur Nibelungensage im Münchener Königsbau u. a., Öl-
i^nen Sxi^, Dresdener Galerie). Ebenso ruht Joseph von Führichs Bedeutung in
des Künftk deren verfchummerte, weiche Linien die zartsinnig fromme Absicht
kerlore^» ^esflich unterstützen (das Vaterunser, der Bethlehemitische Weg, Ruth, derffsselt dur^k arme Heinrich). Eduard Steinle, der Schwiegersohn Philipp Veits,
su .^"Eiige farbige Bilder (Türmer, Violinspieler, Lorcley in der Schackgalerie
der Rhei^xg ""^dem Kirchengemülde s. trssvo im Kölner Dom, in Rheineck u. a. O.
u e, Tafelbilder zu Cl. Brentano und zahlreiche duftige Aquarelle zu rhein-
Vogel
1759—1816
Runge
1777-1810
d. Romantik
Overbeck
1789—1860
Veit
1793-1877
P. v. Cor-nelius1783—1867
Leß
1798-1863
Schraudolph-1808—1879Schnorr v.Carolsfeld1794-1872
G.v. Führich1800—1876
Steinle
1810-1886