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Vierter Band.
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220 Zweites Buch: Literatur und Kunst Europas im Zeichen der Romantik. 8 98>

v. Schwind saudischen Sagen). Moritz von Schwind, dem Freunde Schuberts und Mörickes, war e-1804-1871 g^pen, in seinen Zeichnungen und Aquarellen sonnigste Mürchendichtung zu verkörpert(die sieben Raben, in Weimar; die schöne Melusine, in Wien, Ritter Kurt UndingL. Richt» Fresken auf der Wartburg). Ludwig Richter, der Mater des deutschen Hauses, nwll1808—1884 ttMentsche und deutsche Landschaften, verdankt aber seinen Ruf den herzerfreuends»Zeichnungen in Volks- und Kinderbüchern, in denen er Landschaft und Lebewesen glsEliebevoll und anmutig naiv darstellt (Erbauliches und Beschauliches, das Vaterunser, Für-Hans, der Sonntag, die Glocke, Illustrationen zu Hebels Allemannischen Gedichten, Z»*W. v. Kaul-Spinnstube u. a.). Der Nachfolger und Rivale von Cornelius, Wilhelm von Kaulbach'1805^1874 lehnt sich als Geschichtsmaler an die Franzosen und Belgier an, überragt zwar sei»?

Lehrer in technischer Beziehung, vermag aber den Mangel an Tiefe und künstlerische!»Ernste trotz des blendenden, geistvollen und satirischen Beiwerks nicht auf die Dauer Z»verdecken (Fresken an der alten Pinakothek in München, desgl. im Treppenhause des neue»Museums in Berlin; Kartons: Friedrich der Große, Napoleon, Alexander von HumboldtIllustrationen zu Reinecke Fuchs; Goethes Frauengestalten).

Don monumentaler, schlichter Hoheit sind die geschichtlichen Fresken Alfred Reihet' (Karls des Großen Leben im Rathaus zu Aachen, die von Kehren zu Ende geführt wurde»'Kaiserbildnisse im Römer in Frankfurt a. M.), während seine Zeichnungen die ganze Stawder Empfindungen von freundlich-gemütvoller Innigkeit bis zum Dämonisch-Grausigdurchlaufen (Nenjahrswunsch, Hannibals Zug über die Alpen, im Dresdener Kupserstlw)kabinett, Totentanz, der Tod als Freund, die Cholera). Der Freude am Malerischen, »Farbe und Stimmung, kommt noch im Sittenbild und im Bildnis, im Genre und rSpitzwsg Landschaft zum Ausdruck: Karl Spitzweg malt den Spießbürger der Kleinstadt, dsBriefträger, den Kaktusfreund und den Bücherwurm in behaglicher Umgebung, AlbrecdA. Adam Adam schildert die Schlachten der napoleonifchen Feldzüge, I. C. Stielers und F- ^1781-1858 Winterhalters Bildnisse bestechen durch Routine, zeigen aber bedenklichen Mangel »1808—1878 Vertiefung. Heroisch stilisierte Landschaften malen Karl Rottmann (in den Arkaden d1798-1850 Hofgartens, n tresoo, und in der Pinakothek, mit Harzfarben auf ZeineUl

Friedrich Prell er (Odysseelandschaften in Weimar, Kartons in Leipzig) und Joh»"1807^1863 Wilhelm Schirm er (Biblische Landschaften in der Nationalgalerie, Berlin, Hain »178 S—13S2 Egeria, Leipzig). In Düsseldorf kommen bereits unter Wilhelm Schadows Leitn»»später von den Franzosen beeinflußt, Genre und Sittenbild zur Blüte: Karl FriedsLessins Lessing wendet sich vom Genre zur Historie und Landschaft (Hussitenpredigt, Huß ^

Bendsmann Kostnitz, Huf; auf dem Scheiterhaufen, Eifellandschaften), Eduard Bendemann, ^1811—1889 Nachfolger Schadows, verliert sich in sentimentalen Darstellungen alttestamentlicher Sto»1895-1875 (Jeremias, Trauernde Juden). Adolf Schrödter malt Leute aus dem Volke (Le!^1810—1858 kastenmann, Bilder zu Eulenspiegel, Fallstaff und Don Quixote), Peter Hasencle»°1899—1887 Bilder zur Jobsiade (die Weinprobe, das Lesekabinett), Rudolph Jordan Seeina»»1810—1872 bilder (Wochensuppe), Jakob Becker Genrebilder seiner Zeit, die großen Beifall fanden l1797—1857 vom Gewitter überraschten Landleute), der realistische Autodidakt Franz Krüger, der PseroKrüger genannt (Pferdebildnisse, Paradebilder, Reiterbildnis des Kaisers Nikolaus), J»^AI89S —1882 Hübner, Schüler von Schadow, später Direktor der Dresdener Galerie, Bilder meist lnbldInhaltes (Boas und Ruth, Hiob und seine Freunde, das goldene Zeitalter). Karl WicheWach, Schüler der Berliner Akademie, bildet sich unter Grosin Paris und eröffnet in Ber1819 ein Lehratelier; seine Bilder (Christus mit seinen Jüngern, in der Galerie Raczy» ^viele Bildnisse) zeigen den Einfluß der französischen Klassizisten. Karl Vegas, ebensSchüler Gros', später Mitbegründer der Berliner Malerschule, versucht sichklassizistischer wie in romantischer Art (Taufe Christi in der Garnisonkirche in Potsdam,Auferstehung in der Werderschen Kirche, Heinrich der vierte in Canossa, MohrenwalBildnisse berühmter Zeitgenossen). ^

Der hervorragendste der Wiener Klassizisten ist der Schüler Oesers, Friedrich175?—1818 »ich Füger, der in Rom in Mengs aufging und später die republikanische Kunst D»

nach Wien übertrug (Rückkehr des Camillus, Abschied Coriolans, Tod des Germane ^17 M ^1859 Johann Peter Krafft, Schüler Davids, malt Historienbilder (Zrinys Ausfall aus SM ^und schildert in seinen Genrebildern (des Landwehrmanns Abschied und Rückkehr) öe ,? 7 gg^i 88 ^ ims Volks- und Soldatenleben. Leopold Kupelwieser, der den Nazarenern s.mermalt neben guten Bildnissen Fresken in ein Statthaltereigebäude und in der Altlerchens ^Dasfingsr Kirche in Wien. Moritz Michael Daffinger, ursprünglich Porzellanmaler,

1751^1830 Joh. Baptist Lampi und später Friedrich von Amerling der Porträtmaler der1818—1887 Aristokratie (Kaiser Franz Josef als Kind, Erzherzogin Sophie, Herzog von68 -M 89 Grillparzer und Kathi Fröhlich). Joseph Anton Koch, eine satirisch angelegte

der

1787-1845

1794-1854

1768-1889