Boilly1810—1879Daumier1801-18661818-18791827—18925. Belgien1739-18221743—1827
Navez
1787-1869
Wappers
1803-1874
N. de Keyzer1813-1887
E. de Bivfve
1809- 1882Gallait
1810— 1887Slingeneyer
1823—1894
Leys
1815-1869
I. vonRegemorter1785—1873F. deBraekeleer1792—1883I. van Bree1780-1871Madou1796-1877Verboeck-hoven1799-1881Wiertz1806—1865
SrverLs
1820—1879
Guffens
1823-1901
6. ItalienAppiani1754—1817Camuceini1773—1844
7. Spa-nien
I. Madrazo1781-1859geb. 1815
8. Eng-landHaydon1786—1846B. West1738-1820Barrys1741—1806
224 Zweites Buch: Literatur und Kunst Europas im Zeichen der Romantik. 8 08
hause des Rechnungshofes sind mit diesem zugrunde gegangen. — Die großen Karikaturistenund Sittenschilderer fanden erst spät die verdiente Würdigung, trotzdem sie Bleibendes schufen-Boilly, der die Revolution und das Kaiserreich humoristisch beleuchtete, der geniale undkühne Honore Daumier, der in der Figur des Robert Macaire eine ganze Klasse ver-körperte, wie später Henri Monniers in seinem Monsieur Prudhomme und Gavarnrin Thomas Virelogue, sowie endlich Cham de Noe und A. Grevin.
In Belgien halten sich Lens und Herrehns, der eine süßlich in der Farbe, derandere in Form und Farbe übertreibend, noch an die Rezepte van Dycks und Rubens-Ihnen folgen die von den Franzosen (David Delacroix und Delaroche) beeinflußtKlassizisten. Josephe N av ez, Schüler Davids, in Paris und Brüssel, ist nicht ohne realistischeZüge, die dem Studium der Italiener und der Natur entsprangen (Hagar und JsinaebJsaak und Rebekka, im Museum in Brüssel; Sokrates' Zeichnungen). Gustave Wapperskehrt nach klassizistischem Anlaufe (Regulus) zur altvlämischen farbenprächtigen Maler«zurück (Selbstaufopferung des Bürgermeisters van der Werff, Szene aus der belgischeRevolution). Antwerpen wird durch ihn zum Mittelpunkt der belgischen Kunst, nachdeiNauch ausländische, besonders deutsche Künstler wallfahrten. Weniger kraftvoll und selbständigist sein Rivale Nicaise de Keyzer (Sporenschlacht von Courtray im Museum stCourtrah; Schlacht bei Worringen in Brüssel, die Kindesmörderinnen, in Genf). Affektier-und theatralisch sind auch die einst von der Mitwelt hochgepriesenen Gemälde von Edouardde Bitsve (Kompromiß des niederländischen Adels gegen die Inquisition, Museum in Brüss«und in Berlin), von Louis Gallait (Abdankung Karls V., in Brüssel, Egmonts letz«Augenblicke u. a.) und des technisch gewandten Erneste Slingeneyer (Schlacht bei Lepantv>in Brüssel, Untergang des Vengeur, Kolossalbilder Oioiros äs In LsIZigus in ds*Brüsseler Akademie). Hendrik Leys malte seine geschichtlichen Darstellungen anfangs r"der Weise der Holländer (Rembrandt, Ostade, van Dyck) und vertiefte sich später in dasStudium der älteren Niederländer (Quinten Massys u. a.), deren Stil er auf seine eigenesSchöpfungen übertrug (Wandgemälde aus der Geschichte Antwerpens, im dortigen Stadt-Hause).
Jgnaz von Regemorter und Ferdinand de Braekeleer, Schüler von Phil. JsN'van Bree, malten Genrebilder nach bekanntem holländischem Muster (Volksszenen in der 2»von Teniers). Jean Baptiste Madou, unerschöpflich in geistreichen und humoristischenEinfällen, zeichnet und aquarelliert komische Gestalten und Szenen ans dem Volke, besondersaus dem Wirtshausleben und wendet sich in seinen Werken Vllxsiognoinis äs In socie^sn Durops äs Uoui8 IX ü no8 jours und seenss äs In vis äss xsintrss äs I'ecotüumnnäs st Iiollnnänme dem geschichtlichen Anekdotenbilde zu. Engine Verboeo-hoven schildert Schafe, Pferde und Rinder (in den Museen Belgiens, in LeipzigBerlin), in Gemälden und Radierungen von korrekter Zeichnung und glatter, geleckter Waist«'Der überspannte Anton Wiertz sucht Michelangelo und Rubens den Rang abzulaufen;Kolossalgemälde (Kampf um Patroklos, Napoleon in der Hölle, die Romanleserin ». n-ibefinden sich im Muske Wiertz in Brüssel; er ist der Erfinder der xsinturs-muts (D«g(Malerei), in der z. B. der „Leuchtturm von Golgatha" gemalt ist. Jan SWerts, angersödurch die keuschen Nazarener und Kartonmaler, versucht im Verein mit seinem Freunde GodfieeGuffens die religiöse Monumentalmalerei und Freskotechnik zu neuem Leben zu erwecke -(die sieben Leiden der Maria in Notre Dame zu St. Nicolas in Antwerpen (1858 dur IBrand zerstört), Annenkapelle in St. Veit in Prag, Wandgemälde der Börse in ANwerpen u. a.). . „
In Italien vertreten Andrea Appiani, der Hofmaler Napoleons (Fresken in v»
Mailänder Palästen, in der Peterskirche in Mainz, Mythus der Psyche im Schloß ^Monza) und der Historien- und Porträtmaler Vincenzo Camuceini einen schwächl'wtheatralischen Klassizismus. . ^
In Spanien macht sich Jose Madrazo h Agudo, Schüler von David, um Mae^und Lithographie in gleicher Weise verdient (Oollevoion litiroxrnplijou äs eunärosrsz- äs bisMüu); dessen Sohn Federigo de Madrazo, Schüler seines Vaters und WrnHalters, malt historische Bilder (Gottfried von Bouillon, in Versailles) von sorgwZeichnung und gewandter Technik. ^
Am wenigsten hatte England unter dem Einflüsse des Klassizismus zu leiden, wenauch hier Opfer forderte: Benjamin Haydon, unermüdlich nach Stilveredelung niE Igeht gleich Gros an ihm zugrunde (Volksszene vor der Expedition des Punch, K
OnIIsrz- in London). Die klassizistische Malerei war nach dem Auftreten des AmerikaBenjamin West (Orest und Pylades vor Jphigenie, Alexander und sein Arzt), denSchülers James Barrys (Fest der Ceres, Tod des Generals Wolfe, Fresken in dem
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