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Vierter Band.
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Zweites Kapitel: Kunst.

!aal der Väolxks Society ol ^rt8) und John Flaxmans (Umrißzeichnungen zu Homer)wst ganz von der Bühne verschwunden, und Wests Tod des Generals Wolfe im«/?,^bnor Ilouss zeigte noch mit leisem romantischen Anfinge deutliches Streben nach^.^Eichkeit und Berinnerlichung. John Singleton Copleh übertrifft seinen Landsmann. West in realistischer Darstellung (Tod des Grafen Chatam und Tod des Majors PearsonA der National Luilsrx). Thomas Lawrence, schon mit zwölf Jahren berühmter^""stismaler, mit dreinndzwanzig Hofmaler, mit sechsundzwanzig Mitglied der Akademie,er Mahr der vornehmen Welt, zeigt in seinen Bildnissen (Mrs. Siddons, Miß Farren,adh Gower mit ihrem Kinde, Lsä box bei Lord Durham, dem Gegenstück zu Gains-vroughs Lins box, John Angerstein und Frau, im Louvre) eine gefällige Grazie, steht aberyrnter Henry Raeburn, dem schottischen Reynolds, zurück, der ihm an Kraft und Tiefeverlegen ist (Lord Newton). James Northcote (Ermordung der Kinder Eduards IV. füroydells Shakespearegalerie) schreibt das Leben Tizians und Reynolds', William Etth versuchtn mehr Fleiß als Glück den großen Venetianern und Rubens gleichzukommen (Venus auf^vphos, Kleopatra), während der phantasievolle Schweizer Johann Heinrich Füßli invndon Dante, Milton und Shakespeare (Titania in der National Oallsrx) illustriert,-hartes Eastlake, Historienmaler und Kunstgelehrter (Nutsriuis kor a. bmtorx ok oil-hvanring), malt Genrebilder aus dem italienischen Volksleben und Gemälde biblischen^"Haltes von zartem Ausdruck (Pilger vor Rom, Christus segnet die Kinder u. a.). Edward, *"sstage, Schüler von Delaroche, und John Herbert gehören zur Gefolgschaft der^ vnzösischen und belgischen Historienmaler (Wandmalereien im Parlamentshause).

Der volkstümlichste Genremaler wird John Wilkie (Dorfpolitiker, Pfändung,fttamentseröffnung). George Morland, eine unstete Künstlernatur, der Maler lünd-Szenen, der Dorfschänken und Pferdestülle Mutionul Lullsrx), vereinigt gewandtebchnik mit scharfer Beobachtungsgabe für Licht- und Farbeneindrücke, die ihn über seinehinaushebt. Gleiches gilt von den Landschaftsmalern William Turner und John^"^able, deren Bilder in der Wiedergabe der Natur bereits den kommenden Jm-ftßonismus verkünden (Turnersäle in der National Oallerx). John Crome, Oläm-Ows, der Begründer der Schule von Norwich, malt die Szenerien der Grafschaft Norfolk,jen ^^tratoren haben Thomas Shethard und William Blake Vortreffliches geleistet;eio^ ^ird wegen seiner Zartheit als englischer Fra Angelico gepriesen; dieser schmückt seineschwärmerischen Dichtungen 8ouZ8 ol Innoesues null Lxpsrisnes und Houngs^ chtgedanken mit phantastischen Zeichnungen. Die Karikaturisten Thomas Rowlaud-v, George Cruikshank und John Leech, die beide für den Punch zeichneten,dez^s/ Charles Keene, vorzügliche Schilderer des Volkes. Aus der KünstlerfamilieH Kupferstechers John Landseer ragt der Tiermaler Sir Edwin Landseer, SchülerMit hervor, der schottisches Hochwild, Rassehunde und Löwen malt, später hie und daan humoristischer Anspielung auf menschliche Verhältnisse (Brüllender Hirsch, der Letztefür Schäfers Grab, Jack als Schildwache, Alexander und Diogenes), und die vier Löwen^^elsonsäule auf Trafalgar Square modelliert.

Die Maler Amerikas besitzen in ihren Reihen nur einen einzigen Vertreter des

v^r l^ums, einen Schüler Wests, Washington Allston, dessen Gemälden (Jeremias undAbschreiber) neben straffer Zeichnung eine gewisse Großzügigkeit innewohnt. Ein anderer^Mer Wests ist der fruchtbare Historienmaler und Adjutant Washingtons, John^ Urnbull, der das Kapital von Washington mit Bildern aus dem amerikanischenv-j ^ungskriege schmückte. Durch Emanuel Leutze wird die amerikanische Malerei mitTana Düsseldorfer Schule durchsetzt (Kolumbus vor dem Rat von Salamanka, Über-^mshingtons über den Delaware). William Mount vertritt in Szenen aus demverleben das Genrebild.

R^.dlach einige gewaltsamen Versuchen der Petersburger Akademie, den Klassizismus in^.Einzubürgern, wird die Reihe der von ihrer Zeit gefeierten nüchternen Mengs- undHji Schüler (Alexet Egorow, Andreas Iwanow u. a.) von selbständigeren, realistischendenM^" durchbrochen: der vielseitige Theodor Tolstoi entwirft anmutige Zeichnungen zugrob ^*9°u von Amor und Psyche, Orest Kiprensky (eigentlich Schwalbe) nimmt sich diekutw> c !^Eu öum Vorbild, Alexander Orlowskh, erst Soldat und später Gaukler,leben ^ öum russischen Wouwermann, Alexe: Wenezianow gibt das russische Bauern-Ersck, ^ ungeschminkten Schilderungen wieder, und Alexander Iwanow ringt in seinerlebend ^ Messias im Volke nach natürlichem, kraftvollem Ausdruck des Seelen-WzialiN'k^,"^ Audreewitsch Fedotow, ursprünglich Offizier, ist ein trefflicher Vertreter desKarl »!^u Tendenzbildes (die Brautwerbung des Majors, der neubackene Ordensrichter u.a.),^ -pawlowitsch Brülows Untergang von Pompeji, von Walter Scott einst als"er-BaldamuS, Weltgeschichte. 21. Ausl. IV. 15

Lopley

1737-1826-

Lawrenck

1769-1830

Raeburn

1756—1823

1746—1831

1787—1849

Füßli

1741-1825

Eastlake

1793—1865

Armitage1817-1896Herbertgeb. 1810Wilkie1785—1841Morland1763-1804

Turner

1775- 1851Constable

1776— 1837Crome

1768- 1821Shethard

1755— 1834Blake

1757-1827

1756— 18271792-18481817-18641823—1889

1769— 1852E. Landseer1802-1873

9. Ame-rikaAllston1779—1843