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^ ^00- Erstes Kapitel: Die ersten Zeiten des Deutschen Bundes-
Allianz. An dieser entscheidenden Wendung krästigten sich die liberalenund nationalen Gedanken des Bürgertums, das auch in der geistigen, wirt-schaftlichen und industriellen Zntwicklung eine Stärkung erfuhr, und diesesBürgertum triumphierte dann über die Allianzideen vollständig in derJulirevolution.
Erstes Kapitel.
Die ersten Zeiten des Deutschen Bundes.
8 10V. Die Deutsche Burschenschaft und die Karlsbader Beschlüsse.
m-ch Deutschen sollten zuerst erfahren, wie Metternich den Zweck der HeiligenAllianz, die innere Sicherheit der europäischen Staaten zu schützen, aus-lote, und wie das Ruhebedürsnis, die konservativ-romantische Stimmung,
Mutzt wurde. Mit dem Abschluß des zweiten Pariser Friedens kehrtendw Krieger, die voll vaterländischer Begeisterung freiwillig zu den Waffen9llilt waren, zu ihrer alten Tätigkeit zurück. In den Nöten der ZeitMte eine weihevolle Stimmung, eine ernste Auffassung des Lebens be-sonders auch die jüngeren Männer ergriffen, die nun auf den Uni-oersitäten ihre Arbeiten wieder aufnahmen. Auf sie hatten auch die^oeen des Turnvaters Ludwig Iahn eingewirkt, der schon 1811M der Hasenheide bei Berlin einen Turnplatz eröffnet und nachdem Kriege unter reger Beteiligung der Jugend die Turnkunst weiter-äspslegt hatte. Was Iahn in seinem „Deutschen Volkstum" anstrebte,deutsche „Volkkleinerei", d. h. die deutsche Kleinstaaterei, zu beseitigen,oas wollte er auch aus den Universitäten durch den Zusammenschluß aller^trennten Landsmannschaften zu einer Burschenschaft erreichen. Schono12 hatte er dem Rektor der Berliner Universität, Fichte, eine „Ordnungund Einrichtung deutscher Burschenschaften" vorlegen lassen. Nun, nochw der ersten Begeisterung der gemeinsam durchlebten Kamps- und Sieges-Whre, beschlossen in Jena die Landsmannschaften, sich zu einer ein-Ugen Verbindung, der „Burschenschaft", zu verschmelzen. Ihre Kon- ^ sunnsixAktion und die Farben nahm dieselbe von der Landsmannschaft derWandalen her.
. Die herrschende Ansicht läßt diese Farben von den Uniformfarben des Lützower Frei-stammen, die durch die schwarze Farbe des Waffenrocks, den roten Vorstoß undgelben Knöpfe andeuten sollten, daß die Lützower das Vaterland aus der Nacht derUechtschast durch Blut zur goldnen Freiheit führen wollten: es ist aber festgestellt worden,d' Führern der Freikorps erlaubt worden war, die verschiedenfarbigen Röcke, in denenw Freiwilligen eintrafen, durch Schwarzfärben gleichmäßig zu machen. Man hat fernerRauptet, Schwarz-Rot-Gold seien die Farben des alten Deutschen Reichs gewesen: es hatittw derartigen Reichsfarben gegeben. Diese Herleitungen werden auch dadurch hin-daß die Farben der ersten Deutschen Burschenschaft nicht Schwarz-Rot-Gold, sondern^ chwarz-Rot (mit goldner Einfassung oder Stickerei) waren, und daß das Gold erst nachbvi, Wartburgfest in das Band aufgenommen worden ist: natürlich bleibt trotzdem dieMonale Bedeutung, die diese Farben erlangt haben (Z 157), bestehen.
, Unter dem Einfluß der von Iahn gepflegten „teutonischen Richtung"
Ud die Jenenser Burschenschaft alle evangelischen Universitäten zum
Oktober 1817 auf die Wartburg, um die Leipziger Schlacht und das WartburgM^hundertjährige Jubelfest der Reformation zu feiern. 468 StudentenM 12 Universitäten erschienen in Eisenach. Man zog am 18. Oktober