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Erstes Kapitel: Die ersten Zeiten des Deutschen Bundes.
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Geistiges
Leben
sein Spiel trieb. Unter einem solchen Herrscher konnte einmetternich seine langdauernde, für Österreich und Deutschland wie fürE übrigen europäischen Staaten gleich verderbliche Wirksamkeit ausüben. isos-s^sEinern Herrn kam er in dem Streben, das innere Staatsleben Öster-^chs völlig veröden und versumpfen zu lassen, willig entgegen; nachsw Scheitern des 1809 gemachten Versuches (§ 56), die aus der josephi-^uschen Zeit noch herüberklingenden freieren Regungen weiterzufördern,wurde in keinem anderen Lande der Grundsatz des Stillstandes,
^ Ruheseligkeit so entschieden durchgeführt als in Österreich. AllerdingsAuß auch beachtet werden, daß wenigstens die nationalen Ideen für keinen^mat gefährlicher waren (Z 99).
Die Verwaltung arbeitete träge und lässig, die einzelnen Verwaltungs- Verwaltung/wper, Hofkanzlei, Hofkammern, oberste Justizstelle, Hofkriegsrat, Staatsrat usw.,aren ohne Zusammenhang, der amtliche Verkehr fast nur schriftlich und über-^ schleppend. Die ständischen Vertretungen, die in den einzelnen Landtagsmovinzen sich erhalten hatten oder hergestellt wurden, die sogenanntenPostu-.^tenlandtage, d. h. die zur Bewilligung von Steuern einberufenen alt-Mdischen Vertretungen, erregten bei ihrem geringen Wirkungskreis nur Hohnnd Spott. An der Gesetzgebung oder Steuerbewilligung hatten sie keinen Teil;
,^r Bekanntmachungen, Verteilung und Erhebung der auf die Provinz ent-wllenden direkten Steuern, Rekrutenaushebung, Polizeigeschäfte waren ihrebliegenheiten. Adel und Geistlichkeit hatten in ihnen weitaus das Übergewicht;laotische Abgeordnete wurden nur ganz vereinzelt zugelassen. In dem lombardisch-^ezianischen Königreich war jede Volksvertretung beseitigt.
, Um nun aber das Eindringen eines freieren Geistes in diese tote RuheZuhalten, wurde Österreich durch eine strenge Grenzkontrolle vom Ausland^glichst abgeschlossen, der geistige Verkehr durch behutsame Überwachung dero"8eführten Bücher und Zeitschriften, ja sogar der Briefe gehemmt. Dem geistigen^ben Deutschlands wurde dadurch Österreich auf lange Zeit entfremdet. ImPUnern überwachten Polizeibeamte und Spione sorgsam jede freiere Regung,bjonders seit 1817 das Polizeiwesen unter die Leitung des Grafen Sedlnitzky kam.rlila Parker des Spielbergs bei Brünn wissen genug von diesen Zeiten zu er-sten. Zwar blieben Wissenschaften und Künste nicht ganz ohne Pflege, esuianches für die Universitäten und höheren Schulen getan, dagegen ge-so gut wie nichts für die Ausbildung des Volks. In religiöser Beziehungurdx der Grundsatz der Duldung nur in sehr beschränktem Maße anerkannt,
^ Protestantische Bekenntnis in jeder Weise zurückgesetzt: dem Einfluß derMönchsorden und der Jesuiten, die den Jugendunterricht übernahmen, wurdeund Tor geöffnet, wenn auch der Kaiser die ihm als Bundesgenossin gegentön: Geraten Zeitgeist sehr willkommene Macht der katholischen Kirche sich poli-nicht über den Kopf wachsen ließ. Die Klöster und geistlichen Schulen,
.^ Verkehr mit Rom, die Verwaltung des Kirchen- und Stiftungsvermögens^onden unter staatlicher Aufsicht; bei der Besetzung der Bischofsstühle wahrteskk ^gierung trotz der Klagen der Kurie entschieden ihre Rechte. In wirt-^ oft! ich er Beziehung geschah wohl auch manches für die Hebung dervgpbhrsmittel, für Landstraßen, Kanäle, Flußverbesserungen u. dgl., aber einebliche fruchtbare Tätigkeit war unmöglich bei dem kleinlichen und viel zu^Fen Schutzzollsystem nach außen und den Zollschranken, die die einzelnenlii von einander trennten. Erst 1825 wurden die meisten binnen-
l^Mchen Zolllinien aufgehoben. Und während andere Staaten durch Ab-der Feudallaften die wachsende Ungleichheit des Besitzes zu mindernr der Verarmung der Massen beizeiten zu begegnen suchten, blieben in Öster-Uuk ^ Fronden (Roboten), feudalen Dienstbarkeiten und alle Verhältnisse einertreten Zeit in den drückendsten Formen bestehen und verstärkten dadurch den
Wirtschaft-liches Leben